Im Sinne einer möglichst nachhaltigen Energieversorgung kommt dabei der Nutzung lokaler erneuerbarer Ressourcen ein hoher Stellenwert zu.
Vor diesem Hinter-grund wurden die Ba-chelor Studiengänge Europäische Energiewirtschaft (EEW) sowie Facility Management & Immobilienwirtschaft (FMI) der FH Kufstein beauftragt, für das Gemeindegebiet Trins das Potential erneuerbarer Energien zur Strom- und Wärmeversorgung sowie die Möglichkeiten für dessen energetische Nutzung zu erheben und darauf aufbauend ein „Zukunftsszenario Trins 2030" zu entwerfen. Zusätzlich soll für die drei öffentlichen Gebäude Gemeindehaus, Schule und Widum beispielhaft ein thermisches Sanierungskonzept entworfen und eine erste Analyse für eine mögliche Wärmeversorgung auf Basis erneuerbarer Energien durchgeführt werden.
Entsprechend den o. a. übergeordneten Zielen wurde das Projekt in die folgenden Punkte gegliedert:
1. Ermittlung des technischen Angebots- und Nachfragepotentials erneuerbarer Energien im Gemeindegebiet Trins (differenziert nach Energiequellen/-träger).
2. Ableitung eines Zukunftsszenarios 2030 zur Erreichung einer bilanziellen Unabhängigkeit von fossilen Energien im Bereich Wärme und Strom.
3. Analyse der räumlichen Nachfragestrukturen für Raumwärme/ Warmwasser (heute und thermisches Sanierungsszenario) sowie Ablei-tung der Potentiale für Wärmenetze (Nahwärme- bzw. Mikronetze).
4. Aufnahme und Beschreibung des energetischen Ist-Standes der öffentlichen Gebäude Gemeindehaus, Schule und Widum sowie Entwicklung eines thermischen Sanierungskonzeptes unter Berücksichtigung eines biomassebefeuerten Mikronetzes.
Das Ergebnis der Studie führt zu folgendem Fazit: Das Ziel einer vollständigen erneuerbaren Strom- und Wärmeversorgung für die Gemeinde Trins bis 2030 ist realistisch, erfordert aber massive Anstrengungen im Bereich der thermischen Gebäudesanierung sowie den koordinierten Ausbau der Stromerzeugung aus Photovoltaik sowie Wasser- und/oder Windkraft.