15. PQM-Dialog setzte das Motto „Zukunft der Zusammenarbeit – Prozessorganisation?“ in Szene

17.05.2018 |
Allgemein
Organisiert vom Masterstudiengang "ERP-Systeme & Geschäftsprozessmanagement" fand am 04.05.2018 an der FH Kufstein Tirol der 15. PQM-Dialog statt, der Themen rund um Prozess- und Qualitätsmanagement fokussiert.

Sein Eingangsreferat begann Prof. Dr.-Ing. Hartmunt F. Binner, langjähriger Vorstand der „Deutschen Gesellschaft für Organisation“ aus Hannover, mit dem provokanten Statement: „Das Organigramm muss weg“. Gerade vor dem Hintergrund zunehmender Digitalisierung und einem Wandel von Routine zu kreativen Prozessen sieht er die Prozessorganisation als eine Möglichkeit, das Gestaltungspotential der MitarbeiterInnen besser zu nutzen. Durch die Ausrichtung auf kundenzentrierte Prozesse fallen Schnittstellen zwischen funktionalen Stellen weg und Leistungen können schneller erbracht werden. Herr Sven Schnägelberger, Geschäftsführer der BPM&O Beratung aus Köln, zeigte mehrere Varianten von prozessorientierter Aufbauorganisation und erwähnte das immer größere Interesse von Seiten des Top Managements am Thema Prozessmanagement.

Konkrete Anwendungsbeispiele aus der Praxis

Nach der Pause berichtete in dem ersten von vier Anwendungsbeispielen Herr Josef Müller, Msc, Bereichleiter bei den GW St. Pölten, von dem Wandel der Organisation hin zu mehr Prozessorientierung vor dem Hintergrund einer Krise. Herr DI Alfred Schaufler, Wertstrommanager der Fa. Takeda aus Linz zeigte anschaulich an Hand eines Prozessproblems welche Aufgaben auf einen Wertstrommanager zukommen. Wie mehr Prozessorientierung in der öffentlichen Verwaltung und im Gesundheitsbereich zu erreichen ist, war Inhalt des Beitrags von Herrn Mag. Robert Strobl, Geschäftsführer der BOC-Gruppe aus Wien. Als letztes Beispiel aus der Praxis schilderte Herr Peter Bühl, Verantwortlicher für den Lieferprozess bei der Fa. Rational aus Landsberg / Lech, wie durch konsequente Ausrichtung auf den end-to-end Prozess, Abteilungsdenken überwunden werden konnte.

Wieder zurück im Veranstaltungsplenum zeigte Herr Marc Nicolaisen, Direktor des Learning & Innovation Centers der Fa. Steelcase in München, welchen Einfluss die Bürogestaltung auf reibungsfreie Abläufe und letztendlich die Mitarbeiterzufriedenheit hat. Seine Stellhebel für mehr Kreativitätsentfaltung der MitarbeiterInnen sind Raumdesign und Technologie. Abschließend wies Herr Prof. Dr. Robert Paust vom „Institut für Gesunde Organisation“ in München auf die vermehrte Anzahl von Krankheiten ausgelöst u.a. durch steigenden Druck hin und präsentierte ein Bewertungsinstrument um die „Gesundheit“ betrieblicher Prozesse zu überprüfen.

Gespräche mit den Referenten, in der Pause und im abschließenden „Get together" rundeten den 15. PQM-Dialog für die TeilnehmerInnen ab. Prof. (FH) Dr. Martin Adam als Veranstalter freut sich bereits auf den nächsten Event am 09.11.2018 zum Thema „Process Mining – Reale Prozesse im Fokus“.

Präsentationen zu den Vortragenden

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