Prof. (FH) Martin Adam (r.) und Dipl.-Ing. Thomas (3.v.r.) Schmiedinger am Messestand der Standortagentur Tirol beim Industrie Summit 4.0 in Bregenz.
Matthias Rhomberg
Prof. (FH) Martin Adam (r.) und Dipl.-Ing. Thomas (3.v.r.) Schmiedinger am Messestand der Standortagentur Tirol beim Industrie Summit 4.0 in Bregenz.

FH Kufstein Tirol am Industrie 4.0 Summit in Bregenz

11.01.2019 |
Forschung
Prof. (FH) Martin Adam und Dipl.-Ing. Thomas Schmiedinger vom Studiengang Smart Products & Solutions präsentierten bei der Jahreskonferenz der Plattform Industrie 4.0 Österreich in Bregenz aktuelle Tätigkeiten der FH Kufstein im diesem Bereich.

Bildungseinrichtungen und Firmen trafen sich Dezember 2018 im Festspielhaus Bregenz, um das Thema Industrie 4.0 zu diskutieren und sich zu vernetzen. Die FH Kufstein Tirol war mit dabei und präsentierte am Stand der Standortagentur Tirol eine AR Anwendung für Produktionsanlagen sowie von Studierenden designte und entwickelte automatisierte Fahrzeuge. Im Rahmen von Lehrveranstaltungen des Masterstudiengangs Smart Products & Solutions haben die Studierenden die Fahrzeuge für eine MarsRover- und eine DataExplorer-Challenge produziert, programmiert und im Wettbewerb getestet.

Wie kann Digitalisierung gelehrt werden?

In seinem Vortrag „Smarte Digitalisierung – Kann Digitalisierung gelehrt werden?“ stellte der stellvertretende Studiengangsleiter Dipl.-Ing. Thomas Schmiedinger die Lehransätze und Konzepte der Kufsteiner Fachhochschule vor. Den Kern der Lehransätze bildet die Erfahrung aus den Projekten zur MarsRover- und DataExplorer-Challenge. Die Lehrenden des Studiengangs weckten die Begeisterung der Studierenden.

Durch die emotionale Verbindung zu den Fahrzeugen lernten die Studierenden mehr oder weniger unbewusst technische Kernkompetenzen in den Bereichen Sensorik, Aktorik, Datenübertragung, Design und Programmierung. Schmiedinger betonte auch, dass die Vortragenden zu Coaches werden müssen, um die Studierenden auf dem Problemlösungsprozess zu begleiten. Auch die Zusammenstellung interdisziplinärer Teams sei wichtig für die erfolgreiche Umsetzung von Projekten im Bereich Digitalisierung. Ein hoher Grad an Diversität in der Teamzusammensetzung bereite fruchtbaren Boden für kreative Lösungsansätze, so Schmiedinger. Als gutes Beispiel erwähnte er das Projekt Smart Factories – Connected Learning, in dem die FH in Kooperation mit der Tiroler Fachberufsschule Kufstein-Rotholz und den Firmen kufgem und Stihl Tirol den Digitalisierungsprozess ganzheitlich abbildet.

Kompetenz in der Ausbildung qualifizierter Fachkräfte

Die FH Kufstein Tirol zeigte bei der Veranstaltung, dass sie die Anforderungen der Industrie an qualifizierte Arbeitskräfte im Bereich Digitalisierung durch ihr umfassendes Bildungsangebot sehr gut erfüllet. Die Interdisziplinarität in Wissenschaft und Forschung bildet ein starkes Fundament für Projekte im Bereich Industrie 4.0 Das interne Know-how der einzelnen Fachbereiche befähigt die FH Kufstein zukunftsweisend und aktiv den Prozess der Digitalisierung mitzugestalten.