Autonome Mobilität: Studie untersucht Voraussetzungen für Region Kufstein
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Autonome Mobilität: Studie untersucht Voraussetzungen für Region Kufstein

Neue Mobilitätsformen in der Region Kufstein

23.10.2018 |
Forschung
Der aktuelle Mobilitätswandel wird die Region Kufstein positiv nachhaltig beeinflussen. Die Voraussetzungen für autonome Mobilität in der Region Kufstein untersucht eine LEADER-geförderte Studie in Kooperation mit der DLR GfR mbH und den Stadtwerken Kufstein.

Die Innovationen der automatisierten Mobilität, zum Beispiel für Drohnen, Traktoren, Nutzfahrzeuge und Busse, bieten vielfältige Anwendungen für die Region Kufstein und die Vision einer autonomen Mobilität. So könnten beispielsweise der öffentliche Nahverkehr oder die Landwirtschaft Unterstützung von automatisierten Fahrzeugen und Fluggeräten bekommen. In Zukunft werden neue Mobilitätsformen Reisewege attraktiver, Verkehr umweltfreundlicher und nutzerorientierter gestalten. Außerdem kann die Landwirtschaft von den neuen Innovationen stark profitieren, zum Beispiel bei der Kontrolle von landwirtschaftlichen Kulturpflanzen oder zur Wildabsuche.

Viele Anwendungsbereiche

Eine LEADER-geförderte Studie der DLR Gesellschaft für Raumfahrtanwendungen mbH (DLR GfR mbH), einem Unternehmen des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums (DLR), der Stadtwerke Kufstein und der FH Kufstein Tirol untersucht innovative Anwendungsfälle der autonomen Mobilität. Die sichersten und zuverlässigsten automatisierten Anwendungen werden in Folgeprojekten umgesetzt, beispielsweise der Drohneneinsatz der Bezirksfeuerwehr Kufstein. Sie hat das Potenzial von Drohnenanwendungen bereits erkannt und nutzt diese aktiv für die Suche nach Objekten und Personen mit Hilfe einer Kamera oder Wärmebildkamera. Im Rahmen der Studie ist die Bezirksfeuerwehr vor allem an der Überwachung und Sicherung der Luftwege autonomer Fluggeräte interessiert.

Kufstein als Pilotregion

Die Erprobung von Systemen der autonomen Mobilität sowie deren Umsetzung sollen eine Ergänzung zur Digital Roadmap Austria, der digitalen Strategie der österreichischen Bundesregierung, darstellen und die Region stufenweise mit einem modularen Ausbau der digitalen Infrastruktur ausstatten. Dazu haben die DLR GfR mbH und die Stadtwerke Kufstein gemeinsam mit der FH Kufstein Tirol beispielhafte Einzelgebiete zur Validierung von automatisierten Transportmitteln gebildet.

Dort prüfen die ForscherInnen herstellerunabhängig Transportmittel auf ihre Sicherheit im Straßenverkehr. Jedes Einzelgebiet bildet eine Herausforderung für den zukünftigen Verkehr ab. Der Campus der Fachhochschule in der Kufsteiner Innenstadt zum Beispiel bietet eine urbane Umgebung mit Herausforderungen an Navigationssysteme und Mischverkehr zwischen Fahrzeugen und Fußgängern. In weiteren Gebieten soll die Anwendung in der Luft und mit steilen Strecken sowie engen Kurven am Boden erprobt werden.

Forschungsgegenstand und Status quo

Aktuelle Studien und Initiativen in Österreich betrachten lediglich eine Mobilitätsform, also entweder Autos oder Busse. Das Projekt „Autonome Mobilität in der Region Kufstein“ erarbeitet sichere, ganzheitliche Mobilitätslösungen für jedes Transportmittel.

Daher haben die ForscherInnen relevante Punkte herausgearbeitet, die eine sichere autonome Mobilität gewährleisten sollen und die die Studie untersucht: eine zuverlässige Infrastruktur zur sicheren Kommunikation auch mit großen Datenmengen und Navigationssysteme, die auch in abgelegenen Gebieten ohne Satellitensignale funktionieren.

Projektpartner

Die DLR GfR mbH betreibt das Kontrollzentrum der europäischen Satellitenkonstellation Galileo und ist daher ein optimaler Partner für dieses Projekt. Die Stadtwerke Kufstein profitieren als regionaler Versorger unter anderem für Mobilität stark von dem Projekt und können wertvollen Input liefern. Die FH Kufstein Tirol ist mit ihrer Expertise im Bereich der Digitalisierung insbesondere bei intelligenten Produkten und autonomen Systemen sowie der Datenanalyse ein kompetenter wissenschaftlicher Partner im Projektteam.

Ergebnisse bei Abschlussveranstaltung am 13.12.2018

Zum Abschluss des Projektes präsentiert die DLR GfR mbH gemeinsam mit Rektor und Projektleiter Prof. (FH) Mario Döller die Studienergebnisse 13.12.2018 an der FH Kufstein Tirol. Außerdem skizzieren sie weitere Pläne und mögliche Folgeprojekte zur autonomen Mobilität in der Region Kufstein.