Mit dem entwickelten Leitfaden von den Studierenden der Kufsteiner Fachhochschule gelingt die Arbeit im Homeoffice.
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Mit dem entwickelten Leitfaden von den Studierenden der Kufsteiner Fachhochschule gelingt die Arbeit im Homeoffice.

Remote-Work – so funktioniert´s

20.08.2020 | Praxisprojekte
Das Jahr 2020 ist bislang, aufgrund von COVID-19, geprägt von vermehrtem Einsatz von Homeoffice und Online-Lernen. Ein Praxisprojekt an der FH Kufstein Tirol präsentierte nun einen Leitfaden zu Performanceoptimierung bei virtueller Zusammenarbeit.

Die Zusammenarbeit ohne unmittelbaren persönlichen Kontakt, bietet zahlreiche Herausforderungen sowohl für ArbeitgeberInnen als auch ArbeitnehmerInnen. Darunter fallen technische Voraussetzungen, rechtliche Aspekte, aber auch die Thematik des Vertrauens. „Die Studierenden haben die Vor- und Nachteile für alle Beteiligten aufgearbeitet und kritisch reflektiert und am Ende schlüssig zusammengefasst“, so Studiengangsleiter für Internationale Wirtschaft & Management, Prof. (FH) Dr. Peter Dietrich.

Umfrage zu virtueller Zusammenarbeit

Startpunkt des Projekts war eine eigene Umfrage, deren Ergebnisse eindeutig zeigten, dass generell das Arbeiten im Homeoffice begrüßt wird. Allerdings werden auch negative Aspekte, wie die Einschränkung der sozialen Kontakte angemerkt: So kann eine virtuelle Sitzung via Teams oder Skype den persönlichen Kontakt im Büro nicht ersetzen. Viele Befragte sahen ebenso die Abgrenzung von Berufs- und Privatleben als problematisch und vor allem Familien mit Kleinkindern empfinden das Online-Arbeitsmodell als eine große Herausforderung. Ganz abgesehen von technischen Einschränkungen, wie Serverüberlastungen und Verbindungsproblemen, welche die Produktivität im Homeoffice senkt. Generell besteht jedoch eine hohe Bereitschaft weiterhin im Homeoffice zu arbeiten. Größte Zustimmung (65 Prozent) erfährt dabei ein Hybridmodell, mit ein bis zwei Homeoffice Tagen pro Woche.

Leitfaden

Die Studierenden des berufsbegleitenden Bachelorstudiengangs „Internationale Wirtschaft & Management“, trugen die Erkenntnisse aus der Umfrage, sowie ihre eigenen Erfahrungen aus Beruf und Studium zusammen. Der Leitfaden beschäftigt sich dabei mit den Vor- und Nachteilen von Remote-Work für ArbeitnehmerInnen, wie auch ArbeitgeberInnen. Analysiert wird jeweils der Status quo und mit den zentralen Chancen und Risiken. Darauf aufbauend werden zahlreiche Tipps präsentiert, die sich in der Praxis bewährt haben und sofort umsetzbar sind. Eine Checkliste bietet eine gute Übersicht zu den wichtigsten Tipps & Tricks auf einen Blick.

Besonders war, dass die Studierenden das gesamte Projekt im remote-Modus umsetzten und dabei ihre eigenen Erfahrungen – was funktioniert gut und was weniger gut – laufend in das Projekt integrierten. „Das führt zu einem sehr runden und stimmigen Ergebnis. Der Leitfaden sollte künftig in keinem Homeoffice fehlen“, ist sich Dietrich sicher.

Wie die Zeit im Homeoffice oder bestmöglich gestaltet werden kann, lesen Sie im entwickelten Leitfaden „Remote-Work“.

Im Improve-Praxisletter schreibt Prof. (FH) Dr. Peter Dietrich auch zur erfolgreichen Kommunikation im Distance-Zeitalter: Link

Remote-Work Leitfaden
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