Die Projektgruppe Web Business & Technology (v.l.): Lektor Stefan Huber, MA, Fabian Feyersinger, Michael Dallago, Mariella Galneder, Dennis Pockstaller, Lukas Gundolf, Patrik Golec und Auftraggeber des Projekts IT-Leiter Sebastian Danninger, MA
FH Kufstein Tirol
Die Projektgruppe Web Business & Technology (v.l.): Lektor Stefan Huber, MA, Fabian Feyersinger, Michael Dallago, Mariella Galneder, Dennis Pockstaller, Lukas Gundolf, Patrik Golec und Auftraggeber des Projekts IT-Leiter Sebastian Danninger, MA

Projekt zur Digitalisierung der Anwesenheit von FH-Studierenden

08.04.2019 |
Allgemein
Ein Projektteam aus dem Studiengang Web Business & Technology beschäftigte sich mit der Entwicklung einer mobilen Applikation zur Digitalisierung der Anwesenheitskontrolle an der Fachhochschule Kufstein Tirol.

Ein Praxisprojekt im Auftrag der FH Kufstein Tirol, IT-Leiter Sebastian Danninger, MA, wurde an den Studiengang Web Business & Technology (Jahrgang WEB.vzB.17) zur Entwicklung vergeben.

Die Aufgabenstellung des Praxisprojekts

An der Fachhochschule besteht grundsätzlich Anwesenheitspflicht für Lehrveranstaltungen. Bislang wird die Prüfung der Anwesenheit über Listen in Papierform geregelt. Zu Beginn einer Lehrveranstaltung wird die Liste durch die Reihen gegeben und von jedem Studierenden durch Unterschrift oder Kürzel bestätigt. Diese Methode des Nachweises der Anwesenheit zieht einige bürokratische Prozesse nach sich, ist aufwendig zu verwalten und nur manuell zu kontrollieren.

Um diese „Old-School-Lösung“ zu modernisieren, war der erste Arbeitsauftrag für das studentische Projektteam geeignete Lösungen zu erarbeiten, die zur digitalen Dokumentation der Anwesenheit genützt werden können. Dazu arbeiteten die Studierenden 5 unterschiedliche Lösungsansätze aus und stellten dazu eine Bewertung über die Material-, Entwicklungs- und Wartungskosten auf, welche dem Auftraggeber präsentiert wurden.

Anwesenheit über QR-Code verifizieren

IT-Leiter Danninger entschied sich für einen „leichtgewichtigen“ Lösungsansatz mittels QR-Codes. Damit folgte der nächste Arbeitsauftrag für die Studierenden. Das Projektteam startete damit den Lösungsansatz als Prototyp umzusetzen:

Jeder Hörsaal der Fachhochschule soll mit einem QR-Code ausgestattet werden. Studierende können zu Beginn einer Lehrveranstaltung durch das Scannen des QR-Codes einen digitalen Check-in durchführen. Um sicher zu stellen, dass die Studierenden auch wirklich vor Ort sind, müssen sie beim Scannen des QR-Codes im WLAN der Fachhochschule eingeloggt sein. Der QR-Code Scanner soll in die bestehende App der FH Kufstein Tirol eingebunden werden, über die sich schon heute alle Studierenden über ihre Termine und Noten informieren können.

Der angedachte Lösungsansatz erfordert, dass Studierende ein Smartphone besitzen. Dies ist zwar großteils der Fall, jedoch muss es alternative Check-in Möglichkeiten geben. Es kann ja auch passieren, dass der Akku leer ist oder das Smartphone verlegt wurde. Für diese Problemstellung konzipierten die Studierenden eine Web-Oberfläche, welche von Lehrenden bedient werden kann. Für Studierende, welche sich nicht selbst über ein Smartphone einchecken können, kann dies von der Lektorin oder dem Lektor durchgeführt werden.

Gamification, um Anwesenheit und Pünktlichkeit zu erhöhen

Neben der Entwicklung des Prototyps zur digitalen Anwesenheitskontrolle wurden auch weitere Ideen und Konzepte ausgearbeitet. Um Studierende zu motivieren möglichst bei allen Lehrveranstaltungen anwesend und pünktlich zu sein, wurde ein Konzept zur Gamification der Anwesenheitskontrolle erarbeitet.

Dazu sollen Punkte für einen Check-in zu einer Lehrveranstaltung vergeben werden. Innerhalb eines Rankings könnte innerhalb des Studiengangs ersichtlich sein, wer immer pünktlich und anwesend ist. Der Gedanke ist dabei, dass Studierende einen Anreiz haben zu den Lehrveranstaltungen pünktlich zu erscheinen, um im Ranking auf die vordersten Plätze zu kommen. Für dieses Konzept wurde jedoch nur eine technische Machbarkeit geprüft, eine rechtliche Prüfung hinsichtlich der Privatsphäre und ob diese Option tatsächlich zum Einsatz kommt, stehen hier noch aus.

Zufriedenheit des Auftraggebers mit Projektqualität

Betreut wurde das Praxisprojekt von Stefan Huber, MA. Er ist Hochschullehrer an der Fachhochschule und lehrt im Studiengang Web Business & Technology.

„Die Studierenden arbeiteten mit großer Begeisterung und mit hoher Professionalität an der Ausarbeitung von Lösungsansätzen und letztlich an der Umsetzung des Prototyps. Auch schwierige technische Problemstellungen konnten mit kreativen Lösungsansätzen gemeistert werden“, so der Lektor Stefan Huber, MA.

IT-Leiter Sebastian Danninger zeigte sich sehr zufrieden mit den Ergebnissen. Der entwickelte Prototyp kann von seinen Mitarbeitern als Basis genutzt werden, um eine Überführung in den produktiven Einsatz zu gewähren. Eine Einführung der digitalen Anwesenheitskontrolle ist geplant, jedoch noch ohne konkreten Umsetzungszeitpunkt.

„Die Ergebnisse der Studierenden haben eine hohe Qualität und werden uns für die produktive Umsetzung sehr weiterhelfen. Einer raschen Umsetzung steht auf technischer Ebene wenig entgegen“, lobte auch IT-Leiter Danninger die Qualität der Arbeit der Studierenden.