Dr. André Haller, Hochschullehrer für Marketing & Kommunikationsmanagement und Digital Marketing der FH Kufstein Tirol, gibt Einblick in die Skandalkulturen.
FH Kufstein Tirol
Dr. André Haller, Hochschullehrer für Marketing & Kommunikationsmanagement und Digital Marketing der FH Kufstein Tirol, gibt Einblick in die Skandalkulturen.

Scandalogy 2: Über Skandalkulturen und ihre Auswirkungen auf die Krisenkommunikation

19.12.2019 |
Allgemein
Dr. André Haller, Hochschullehrer an der FH Kufstein Tirol, deckt mit einem neuen Buch in seiner englischsprachigen Bandreihe „Scandalogy“ kulturelle Faktoren im Skandalprozess auf. Ergebnisse, die vor allem für die Öffentlichkeitsarbeit interessant sind.

Kultur als Faktor der Skandalisierung

Das Web 2.0 hat aufgezeigt, dass Technologien einem langen Entwicklungsprozess unterliegen – das geht der Skandalkultur nicht anders. Es zeigt sich, dass Skandale weltweit in jeder Kultur vorkommen und in der Geschichte der Menschheit allgegenwärtig sind. Die Wirkung und Wahrnehmung unterscheidet sich je nach kulturellem und medialem Einfluss und das ist je nach Länderkontext unterschiedlich. Die Beurteilung eines rechtlich oder ethisch nicht-korrekten Vorfalls liegt augenscheinlich in der des Betrachters. Nicht zuletzt widmet sich die Publikation den Online-Skandalisierungsformen und der Online-Berichterstattung über Skandalfälle.

Aktuelle Studien über Skandalkommunikation

Der Band zeigt Forschungsergebnisse zum Einfluss der Kommunikation und Kultur in Skandalisierungsprozessen auf. „Wie bestimmte Themen zu Skandalisierungen und öffentlicher Empörung führen, ist ein Indikator für die spezifische Skandalkultur einer Gesellschaft“, so Dr. Haller in seinem zweiten Sammelband. Diese aktuellen Analysen und Studien verdeutlichen solche Phänomene und geben Stakeholdern aus der Kommunikations- und Medienbranche und Forschern unterschiedlicher Fächer einen guten Überblick und Anhaltspunkte im Umgang mit Vorkommnissen.

Wertvolle Erkenntnisse für Praxis

Mit Blick ins Buch wird deutlich, dass Fehlverhalten weltweit unterschiedlich aufgegriffen und der Öffentlichkeit auf verschiedene Art und Weise zugänglich gemacht wird. Dennoch muss nicht jeder Skandal zu einem medialen Hauptthema werden und gesellschaftliche Entrüstung auslösen. Für Marketing- und PR-Beauftragte ist es daher unerlässlich, die kulturellen Rahmenbedingungen in einer Krisensituation zu erkennen und richtig zu interpretieren. Die neue Sammlung von internationalen Studien zum Thema Skandale zeigt, dass die interkulturelle Perspektive ein wesentlicher Faktor in der Krisenkommunikation ist.

Link: https://www.halem-verlag.de/scandalogy-2/