Mag. Thomas Heissbauer, M.A.

Absolvent Jg. 2009

Auf den ersten Blick mögen die Unterschiede zwischen Sport und Kultur größer erscheinen als deren Gemeinsamkeiten, doch haben sie etliche Schnittpunkte.
  • Warum haben Sie sich für den Master-Studiengang „Sport-, Kultur- & Veranstaltungsmanagement" entschieden? Was macht ihn für Sie besonders?
    Aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen als Berufsmusiker in einem klassischen Symphonieorchester einerseits und als ambitionierter Marathonläufer andererseits erschien mir die Kombination dieser beiden Bereiche innerhalb eines Studiums als höchst interessant.

     Auf den ersten Blick mögen die Unterschiede zwischen Sport und Kultur größer erscheinen als deren Gemeinsamkeiten, doch haben sie etliche Schnittpunkte, wie zum Beispiel dass in beiden Bereichen Emotionen eine wichtige Rolle spielen – sowohl bei den handelnden Personen wie auch beim Publikum. Diese Gemeinsamkeiten interessieren mich. Außerdem wird vernetztes und spartenübergreifendes Denken in Zukunft immer wichtiger werden. Da ist es von Vorteil untersuchen zu können, ob gewisse Managementstrategien des einen Bereiches auch im anderen funktionieren.

  • Welche Lehrveranstaltungen haben Sie bisher besucht und was haben Sie dabei gelernt?
    Durch die Bereiche Sport, Kultur und Event sind natürlich auch die Lehrveranstaltungen dementsprechend bunt und vielfältig. Neben der Vermittlung von Fachwissen ist auch die Persönlichkeitsbildung ein relevanter Aspekt des Studiums.

     Sehr beeindruckend war die Vorlesung "Strategisches Kulturmanagement" der Professoren Dr. Wolfram und Dr. Scheytt. Während Herr Dr. Wolfram mehr die wissenschaftlichen und theoretischen Aspekte dieses Faches vermittelte, vertiefte Herr Dr. Scheytt, Geschäftsführer der Kulturhauptstadt Ruhr 2010, mit seinen Ausführungen und Beispielen aus der Praxis dieses Wissen sehr anschaulich. Generell kann gesagt werden, dass im Studium neben der Vermittlung der Theorie auch die Umsetzung in der Praxis dargelegt wird.

  • Haben Sie bereits an einem FH-Projekt mitgearbeitet? Worum ging es dabei? Was haben Sie dazu beigetragen?
    Im Rahmen einer Fallstudie arbeitete ich mit vier StudienkollegInnen an einer Publikation über EU-Kulturförderungen, welche in Buchform bei einem renommierten, deutschen Verlag erscheinen wird. Wir waren verantwortlich für die Erstellung und Auswertung eines Fragebogens, der an über 300 Kulturbetriebe im deutschsprachigen Raum versendet wurde.

     Darüber hinaus wurden Interviews mit Personen geführt, die in diesen Kulturbetrieben für die Förderansuchen zuständig waren, um deren Erfahrungen in Hinsicht auf Schwierigkeiten und Besonderheiten bei der Antragstellung mit der EU zu untersuchen.

  • Inwieweit ist es Ihrer Meinung nach möglich, Job, Studium und Privatleben zu vereinbaren?
    Man muss schon sagen, dass ein berufsbegleitendes Studium allemal eine Herausforderung für Studierende darstellt und man auf Entgegenkommen respektive Unterstützung von Seiten des Arbeitgebers, Partners, Familie u.a. angewiesen ist.

     Nichtsdestotrotz möchte ich betonen, dass dieser Umstand durch die vielen anregenden Diskussionen mit StudienkollegInnen aufgewogen wird, die neben Ihrer Lebenserfahrung auch eine Menge an Berufserfahrung mitbringen. Es ergeben sich auch wunderbare  Freundschaften.

  • Welche Karrierechancen erwarten Sie sich durch Ihr Master-Studium?
    Durch meine jahrelange Arbeit in einem Kulturbetrieb verfüge ich natürlich schon über gute Kenntnisse und Kontakte in der Kulturbranche. Im Studium habe ich aber die notwendigen Fertigkeiten erlernt, um nach der Beendigung meiner aktiven Künstlerkarriere ins Kulturmanagement zu wechseln.

     Neben einer angestrebten Anstellung im Orchestermanagement werde ich nach dem Studium eine eigene Agentur für Musikvermittlung gründen, die sich einerseits speziell an Erwachsene als Zielpublikum wendet, andererseits aber auch eine Verbindung zu den immer mehr an Bedeutung gewinnenden ‚creative industries‘ suchen wird.