Das Land Tirol fördert mit zusätzlichen Plätzen das Studium zum Spezialisten in Sachen Digitalisierung.
fotolia.tran
Das Land Tirol fördert mit zusätzlichen Plätzen das Studium zum Spezialisten in Sachen Digitalisierung.

Studium bringt Smart Development auf den Punkt

26.04.2019 |
Allgemein
Der spezialisierte Masterstudiengang Smart Products & Solutions (SPS) der FH Kufstein Tirol wird mit zusätzlichen Plätzen für Herbst 19 ausgestattet – das Land Tirol fördert die Weiterbildung für SpezialistInnen in Sachen Digitalisierung.

Die Gesellschaft hat sich schon lange an die Digitalisierung gewöhnt. Die Industrie arbeitet größtenteils noch daran, weitere Produktkategorien „smart“ zu machen. Dadurch ergeben sich vielseitige neue Möglichkeiten in Entwicklung, Produktion, Betrieb und Wartung von Produkten.

Was fehlt, sind kompetente MitarbeiterInnen, die diese technisch und wirtschaftlich umsetzen können. Genau hier setzt der Masterstudiengang an. Mit der Kombination von Technik und Wirtschaft setzt Smart Products & Solutions die Schwerpunkte vor allem in der Entstehung smarter Produkte und bietet Lösungsansätze für die Herausforderungen der Unternehmen.

Zusätzliche Mittel des Landes Tirol

Für das Jahr 2020 stellt das Land Tirol zusätzliche Mittel - bis zu 270.000 Euro Förderung - für den innovativen Masterstudiengang der Kufsteiner FH zur Verfügung. „Die Nachfrage nach zukunftsorientierten Ausbildungen ist ebenso groß wie die dazugehörigen Zukunftschancen. Die Digitalisierung wird uns auch weiterhin begleiten. Umso wichtiger ist es, die Expertinnen und Experten von morgen schon heute bestmöglich in ihrer Ausbildung zu unterstützen“, hebt Wissenschaftslandesrat Bernhard Tilg hervor.

Der spezialisierte Studiengang wird seit 2017 an der FH Kufstein Tirol als berufsbegleitendes Masterstudium angeboten. Insgesamt sind derzeit 42 Studierende in Ausbildung, von denen heuer im Juli voraussichtlich 28 Personen als erste AbsolventInnen abschließen werden. „Schon nach 2 Monaten Studium wurden wir mit sehr spannenden Aufgaben konfrontiert“, so Alexander Führen BA, ein Studierender des ersten Jahrgangs. „Wir brachten dem hauseigenen 5-Achs Roboter das Zeichnen bei und mussten ein autonomes Fahrzeug entwickeln“, fasst der Student zusammen, der im Juli als einer der ersten zu seiner Abschlussprüfung antreten wird. Die Anwendung des projekt-orientierten Lernens hat in der Ausbildung einen sehr hohen Stellenwert.

Fokus auf die Kombination von klassischen Disziplinen

Das Studium fokussiert zum einen auf die Digitalisierung und Vernetzung bei der Produktentstehung: „Smart Products“. Zum anderen wird die Wertgenerierung aus Daten und der Änderungsbedarf in Unternehmen thematisiert, also deren digitale Transformation: „Smart Solutions“. Seine Besonderheit generiert das Studium aus der Kombination von traditionellen Technikdisziplinen, IT und Wirtschaft und schließt damit die heute vorhandene Kompetenzlücke in Unternehmen.

Besondere Marktchancen für Generalisten

Insbesondere für QuereinsteigerInnen entstehen hier neue Berufschancen - der Studiengang richtet sich an Berufstätige mit Vorwissen aus den traditionellen Technikdisziplinen oder der Informationstechnik. „Gerade GeneralistInnen können sich hier einbringen und die Kompetenzlücke am Markt schließen. Die angestrebten Berufsbilder liegen in der Produktentwicklung und dem Produktmanagement. Aktuell fehlen noch Expertinnen und Experten auf dem Markt, die die Verknüpfung zwischen digitaler und physischer Welt kennen und umsetzen können. Die Fachhochschule Kufstein Tirol vermittelt die dazu nötigen Methoden und Werkzeuge“, fasst der Studiengangsleiter Prof. (FH) DI Dr. Martin Adam zusammen.

Anmeldeschluss für die Aufnahme ist der 18.06.2019, Onlinebewerbung ist laufend möglich.

Zum Studiengang Smart Products & Solutions