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Nachbericht zum Tourismussymposium

Einführung und Vorstellung des Projektes

Prof. (FH) DDr. Mario Situm, FH Kufstein Tirol, Studiengangsleiter Unternehmensführung und wissenschaftlicher Leiter des Projekts

Als wissenschaftlicher Leiter des Projekts übernahm Mario Situm die Einführung und die Vorstellung des Projekts. Hauptprojektpartner der „Strategieentwicklung zur Zukunft der Tourismusbranche als Arbeitgeber“ ist INTERREG Österreich – Bayern.

Das Tourismussymposium an der FH Kufstein Tirol widmet sich der Frage, warum die Tourismusbranche oftmals nicht mehr als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen wird. Dazu gibt es einige interessante Vorträge von Experten der Branche.

Ziel des Projektes ist es, Grundsätze zu entwickeln, mit der die Attraktivität der Tourismusbranche als Arbeitgeber wieder gesteigert werden kann. Diese Grundsätze basieren sowohl auf Workshops mit Vertretern von Unternehmen und Institutionen der Branche, als auch auf den Vorträgen des Symposiums.

Link zur Präsentation "Symposium - Strategieentwicklung zur Zukunft der Tourismusbranche als Arbeitgeber"

Gegenseitiger Respekt im Team

Dipl.-Ing. Dipl.-Kfm. Thomas Albrecht, Hotel zur Post Rohrdorf, Gastwirt & Unternehmer

Die Beziehung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer als Erfolgsfaktor im Tourismus"

Im ersten Impulsvortrag referierte der Gastwirt und Unternehmer Thomas Albrecht über die Beziehung zwischen ArbeitgeberIn und -nehmerIn, die er als wesentlichen Erfolgsfaktor für den Tourismus sieht. Er betreibt selbst ein 3 Sterne Superior Hotel mit insgesamt 113 Zimmern. „Das Suchen, Finden und Halten von Personal stellt sich oftmals als Herausforderung dar. Wir suchen keine billigen Arbeitskräfte, sondern die Fachkräfte von morgen! Gegenseitiger Respekt spielt im Umgang eine wichtige Rolle“, betont der Gastwirt. Die Menschlichkeit wird in seinem Betrieb groß geschrieben. „Wir vertrauen uns und wenn viel los ist, packe ich auch selbst an und helfe beispielsweise in der Küche mit. Auch private Anliegen unserer MitarbeiterInnen werden ernst genommen. In unseren Arbeitsverträgen ist eine Arbeitswoche von fünf Tagen fixiert, damit unserem Team auch ausreichend freie Zeit zur Erholung zur Verfügung steht“, so Albrecht.

Talente erkennen und fördern

Mag. Christiane Troicher, Best Alpine Wellness Hotels, HR Manager & Employer Branding

„Personalmanagement im Wandel: Status Quo der Tourismusbranche und mögliche Entwicklungspotentiale“

Über den Status Quo der Branche sowie mögliche Entwicklungspotenziale berichtete HR Managerin Christiane Troicher von Best Alpine Wellness Hotels. „Die MitarbeiterInnen tragen wesentlich zum Erfolg eines Unternehmens bei. Nur wenn sie ihre Talente einsetzen und entwickeln können, werden sie zu motivierten Erfolgsgaranten eines Betriebes“, so Troicher. Human-Resource, kurz HR, sieht sie als notwendigen Teil der Unternehmensstrategie. Mit der Frage „Sprechen wir noch von Personal oder schon von Talenten?“ betont die HR-Managerin die enorme Rolle vom „Talent Management“. „Vor allem junge MitarbeiterInnen möchten im Unternehmen mitdenken, mitgestalten und ihre eigenen Ideen einbringen“. Unternehmer müssen sich im Klaren sein, dass die Zufriedenheit ihres Teams kein Zufallsprodukt ist. Auch der negative Imagekreislauf der Branche muss laut ihr durchbrochen werden. „Oft fehlt die Zeit, sich ‚außen‘ vorzustellen, aber ohne Präsenz kann kein Unternehmer als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen werden“, so Troicher.

Link zur Präsentation "Personalmanagement im Wandel"

Positives Image nach außen tragen

Dipl.Kfm. Klaus-Dieter Graf von Moltke, Moltke Unternehmensgruppe GmbH, Unternehmer & Vorsitzender des Unternehmerverbands Landkreis Miesbach e.V.

„Das Sozialprestige der Arbeitnehmer im Tourismus“

Klaus-Dieter Graf von Moltke referierte beim Symposium über das Sozialprestige der ArbeitnehmerInnen im Tourismus. Die Reduzierung der Mitarbeiter-Fluktuation und die erfolgreiche Suche nach den richtigen Mitarbeitern sieht er als eine der wesentlichen Zielsetzungen. Für viele junge Menschen sind Städte interessanter als ein Leben am Land. Klaus-Dieter Graf von Moltke betont, dass die Landflucht nicht einfach hingenommen werden sollte. In Sachen Arbeitszeiten braucht es laut ihm eine vernünftige 5-Tage-Woche, um die Planbarkeit und Qualität der Freizeit zu erhöhen. „Die Tourismusbrache trägt einen ganz wesentlichen Teil zur Zufriedenheit der Menschen bei. Mithilfe von Kampagnen und anderen Kommunikationsmaßnahmen können wir alle einen Beitrag leisten, um attraktiver am Markt wahrgenommen zu werden“, betont Moltke. Positive Erfahrungen sollten laut ihm von Hoteliers und Gastwirten sowohl online als auch offline geteilt werden. „30 Prozent der Marketingbudgets gehören zukünftig dem HR“, so Moltke.

Link zur Präsentation "Das Sozialprestige der Arbeitnehmer im Tourismus"

Junge Generation hat andere Ansprüche an die Arbeitswelt

Mag. Andreas Reiter, ZTB Zukunftsbüro, Zukunftsforscher, Berater & Lehrender

„Wie Arbeitnehmer "Arbeit" in Zukunft sehen und wie sich das Talente-Marketing (auch) im Tourismus verändert“

Als Keynote Speaker präsentierte Mag. Andreas Reiter, wie ArbeitnehmerInnen „Arbeit“ in Zukunft sehen und wie sich das Talentemarketing im Tourismus verändert. „Wir leben in Zeiten einer großen Transformation. Zu den Treibern dieser Veränderung zählten der gesellschaftliche Wandel, die Vernetzung, Urbanisierung und viele weitere Faktoren. Alles was bisher fest war, wird flüssig“, so Reiter. Auch die Geschäftsmodelle verändern sich. Plattformen wie Airbnb spielen eine immer größer werdende Rolle. Die sogenannte Generation Y ist untereinander stark vernetzt, aber immer weniger an Raum und Zeit gebunden. „In der Arbeit spielt die Selbstverwirklichung eine wichtige Rolle. Die Arbeitszeiten sollten möglichst flexibel sein. Junge Leute wollen Emotionen und Erlebnisse - auch im Beruf“, beschreibt Reiter. Wertschöpfung wird laut ihm durch Wertschätzung ermöglicht. Dabei nennt er das Beispiel „Navion – Der Mitarbeiter Club im Ötztal“ ein völlig neuartiges Programm für attraktive Arbeitsplätze, das allen Mitarbeitern ein Freizeit- und Weiterbildungsprogramm zur Verfügung stellt.

Link zur Präsentation "Future Work"

Ein Pressebericht ist auf der Homepage der ofp.kommunikation zu finden.

Nachberichte finden Sie außerdem hier:

Am 20. April 2017 wird ein weiterer Workshop an der Fachhochschule Kufstein Tirol stattfinden. Im Rahmen dieser Veranstaltung sollen sowohl auf Grund der bereits im ersten Workshop erarbeiteten Ergebnisse als auch der Informationen des Symposiums die finalen Grundsätze zur Förderung der Attraktivität der Tourismuswirtschaft als Arbeitgeber definiert werden. Interessierte sind herzlichst eingeladen an der Weiterentwicklung der Grundsätze teilzunehmen und sich einzubringen. Informationen zur Anmeldung finden Sie unter: https://www.fh-kufstein.ac.at/News/Tourismussymposium/Mitteilungen

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