Bio Inspired Engineering

Berufsbilder

Kernbranchen der Biomimetik

TeilnehmerInnen des Masterlehrgangs Bio Inspired Engineering können unter anderem in folgenden Kernbranchen tätig werden (alphabetisch):

  • Architektur und Konstruktionsbüros
  • Chemie- und Pharmaindustrie
  • Elektrotechnik- und Elektronikunternehmen
  • Erneuerbare Energien
  • Fahrzeugindustrie
  • Holzindustrie und Holzarchitektur
  • Konsum- und Industriegüterproduktion
  • Luft-und Raumfahrt
  • Maschinenkonstruktion und Anlagenbau
  • Prozessautomatisierung und -optimierung
  • Rehabilitation und Medizintechnik
  • Automatisierungstechnik
  • Systemhersteller
  • Transport- und Verkehrswirtschaft

Berufsfelder für BiomimetikerInnen – ein Querschnitt

  • Angewandte Forschung & Entwicklung

Es existiert eine große Breite an Forschungsthemen, die im Rahmen der Biomimetik bearbeitet werden; sie können grob in drei große Gruppen gegliedert werden:

  • Konstruktions- oder Strukturbiomimetik (Oberflächen, Konstruktionen)
  • Verfahrensbiomimetik (z.B. Photosynthese) und
  • Informationsbiomimetik (z.B. Evolution).

Die Anwendungsbereiche der Biomimetik liegen vor allem in Medizin, Oberflächentechnik, Maschinenbau, Materialentwicklung, Architektur, Kommunikationstechnik und Robotik.

  • Technische und System-Biologie

In der technischen Biologie verbinden sich Elemente der drei großen Gebiete Biologie, Chemie und Verfahrenstechnik. Als Teilgebiet der Biotechnologie beschäftigt sie sich mit der technischen Nutzung von biologischen Systemen oder Teilen davon zum Zweck der Produktsynthese oder Stoffumwandlung. Die Nutzung biologischer Systeme umfasst dabei Bakterien, Hefen, Pilze, Algen, etc. (als Mikrobielle Biotechnologie), pflanzliche, tierische oder humane Zellkulturen (als Zellkulturtechnik) sowie daraus isolierte oder damit hergestellte Peptide und Proteine, deren Aufarbeitung und technische Anwendung (u. a. in der Enzymtechnik, Biokatalyse und Biosensorik).

  • Produktentwicklung und Konstruktion

Durch diese Tätigkeit wird versucht, mittels neuer Produkte oder die Verbesserung bestehender Produkte auf bestehenden Märkten Wachstum zu realisieren. Mittels Biomimetik können hier echte Marktneuheiten auf einem neuen oder bestehenden Markt (Innovationen) oder auch Verbesserungen und Erweiterung des Produktprogramms erzielt werden. Damit verbunden sind auch die Kommunikation und Zusammenarbeit mit den Schnittstellen zu F&E, technischer Entwicklung und Konstruktion sowie der Fertigungsüberleitung bis hin zur Produktion. 

  • Industrie- und Produktdesign

Darunter versteht man die Zusammenfassung aller Bemühungen, die darauf gerichtet sind, industrielle Erzeugnisse nicht nur technisch zweckmäßig, sondern auch ästhetisch zu gestalten. Wiederum sind es vor allem computerunterstütze Tätigkeiten, wie das 3D-Design, das funktionelle Optimieren mittels Finiter Elemente, sowie das Umsetzen mittels Rapid Prototyping.

  • Produktionstechnik

Unter Produktionstechnik versteht man die Transformation wissenschaftlicher Erkenntnisse in Verfahren und Prozesse, die einerseits vom Menschen (technologisch) beherrscht werden und sich andererseits in wirtschaftlich nutzbare Produktionssysteme integrieren lassen. Zu den Aufgaben zählen das selbständige Lösen von komplexen Optimierungsaufgaben, der Umgang mit großen Datenmengen (Big Data), und die Entwicklung von kundenspezifischen Optimierungsalgorithmen (generische Algorithmen, künstliche Intelligenz). Dies setzt systemisches Denken sowie Kenntnisse in Mathematik, Informatik und objektorientierter Programmierung voraus.

  • Consulting, Unternehmensberatung

Die Biomimetik benötigt interdisziplinäres, Know-how-intensives ExpertInnenwissen. Zudem wird die Biomimetik vielerorts als nachhaltiger Innovationstreiber gesehen. So erscheint es naheliegend, dass BiomimetikerInnen insbesondere auch in der (Strategie-) Beratung von Teilbereichen von Unternehmen, wie z.B. des Produkt-, F&E- und Innovationsmanagements, erfolgreich tätig werden können.

 

Kontaktpersonen

Teissl Christian
Prof. (FH) Dr. Christian Teissl, MBA
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Georg Greiderer
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