Die Studierenden der Energiewirtschaft bei ihrer Exkursion zu Innio Jenbacher mit Prof. (FH) Dr.-Ing. Wolfgang Woyke (ganz links).
FH Kufstein Tirol
Die Studierenden der Energiewirtschaft bei ihrer Exkursion zu Innio Jenbacher mit Prof. (FH) Dr.-Ing. Wolfgang Woyke (ganz links).

Exkursion zum Konzern Innio Jenbacher gibt Einblick in Gasmotoren und Karrierewege

25.03.2019 |
Exkursionen
Ein attraktives Berufsfeld für die Energiewirtschaft bot sich Studierenden bei der Werksbesichtigung eines der wichtigsten weltweiten Herstellers für Gasmotoren-Technologie in Jenbach, Tirol.

Studierende des Studienbereichs Energiewirtschaft besuchten im Rahmen einer Exkursion den Weltmarktführer in der Herstellung von Gasmotoren und Blockheizkraftwerken: Innio Jenbacher GmbH & Co OG (zuvor GE Jenbacher).

Der Ausstieg aus der Gewinnung von Energie aus Kohle in Deutschland erschließt neue Märkte für die Gasmotoren-Herstellung, umso wichtiger könnte das Segment für künftige AbsolventInnen sein. Ein erstes Heizkraftwerk in Kiel wird derzeit durch Gasmotoren der Firma Jenbacher ersetzt, man rechnet damit, dass diese Umstellung der Energiegewinnung nun Schule machen wird.

Hochmoderne Fertigung einer Tiroler Traditionsfirma

Bei dem Werksrundgang konnten die Studierenden die verschiedenen Fertigungsschritte von der Anlieferung der Gussteile bis zur Auslieferung vollständiger, montagefertiger Gesamtsysteme selbst verfolgen – und das in einer hochmodernen Fabrik.

Die Firma Innio Jenbacher stellt die Gasmotoren in Containerbauweise her. Die Traditionsfirma ist ausschließlich auf Gasmotorentechnologie spezialisiert und weltweit einer der wichtigsten Hersteller in diesem Segment. Am Hauptsitz Jenbach, in der Produktionszentrale, sind etwa 1.300 MitarbeiterInnen beschäftigt, weltweit mehr als 1.700, die mehr als 35.000 Gasmotoren auf dem Globus betreuen. Die Produktionsabläufe und der hohe Grad an Digitalisierung machte Jenbacher zur „Fabrik des Jahres 2017“.

Fertigung und Geschäftsprozesse sind in der hochmodernen Fabrik verzahnt. Das heißt, über digitale Tools ist man in der Fertigung exakt darüber informiert, ob die Qualität und Kosteneffizienz stimmt, oder auch ob Liefertermine eingehalten werden können. Zudem wird Mitarbeitern durch Echtzeitdaten visuell vermittelt, wie nicht-wertschöpfende Zeit reduziert werden kann.

Beeindruckt zeigten sich die Studierenden von Präzision und Qualität in den einzelnen Fertigungsschritten der Produktion. Jede Maschine wird individuell nach den Spezifikationen der Bestellung gefertigt und in einem streng getakteten Zeitplan fertig gestellt. Die Studierenden bekamen bei ihrer Exkursion einen wichtigen Einblick in Stand und Entwicklung dieses Sektors.

Karrierewege und Einstiegsszenarien für AbsolventInnen

Im Anschluss an den Werksrundgang informierte Innio Jenbacher die Studierenden auch über den Berufseinstieg und Karrieremöglichkeiten im Konzern. Es bieten sich zahlreiche Optionen für Energiewirtschafts-Studierende, insbesondere im Bereich der Projektentwicklung und der „After Sale“-Kundenbetreuung.

„Wir machen Exkursionen mit unseren Studierenden aus mehreren Gründen: an erster Stelle steht für uns klar der fachliche Input und der Einblick in reale Märkte. Das war bei Innio Jenbacher einfach großartig! Wir suchen aber natürlich auch die Gelegenheit unsere Studierenden möglichst früh in Kontakt mit der Wirtschaft zu bringen, um die Vorstellungen von ihrer Berufswahl mit Impulsen anzuregen“, so der zuständige Prof. (FH) Dr.-Ing. Wolfgang Woyke (Professor für Energiewirtschaft).