Im Convention Center in Šibenik präsentierten Prof. (FH) Dr. Alexandra Brunner-Sperdin und Prof. (FH) DDr. Mario Situm ihre Forschungsergebnisse.
Im Convention Center in Šibenik präsentierten Prof. (FH) Dr. Alexandra Brunner-Sperdin und Prof. (FH) DDr. Mario Situm ihre Forschungsergebnisse.

ForscherInnen der FH Kufstein Tirol präsentierten Ergebnisse an der Global Business Conference 2019

14.10.2019 |
Allgemein
An der 10. Annual Global Business Conference in Šibenik, Kroatien, die unter dem Motto „Doing business in turbulent environment“ stattfand, wurden aktuelle Ergebnisse der FH Kufstein Tirol aus den Gebieten Marketing, Management und Finanzwirtschaft vorgestellt

Zwischen dem 25. und 28. September 2019 fand die 10. Annual Global Business Conference in Šibenik, Kroatien statt, welche vom Innovation Institute organisiert wurde. Zwei ProfessorInnen der FH Kufstein Tirol nahmen ebenfalls bei diesem internationalen Treffen teil und präsentierten aktuelle Forschungsergebnisse aus den Bereichen Marketing, Management und Finanzwirtschaft.

Konferenz mit internationalem Format

Die Global Business Conference fand bereits zum 10. Mal statt und zog auch diesen Sommer wieder ForscherInnen aus der ganzen Welt an, die aktuelle Forschungsergebnisse präsentierten und diskutierten. Die Fachhochschule Kufstein Tirol ist seit mehreren Jahren mit dieser Konferenz verbunden, da Prof. (FH) DDr. Mario Situm im „Academic Program Commitee“ aktiv ist und auch in diesem Jahr als Session Chair eine Vortragsreihe leitete.

Nutzung von Social Media durch MitarbeiterInnen

In einem gemeinsamen Projekt bearbeiteten Prof. (FH) Dr. Alexandra Brunner-Sperdin und Prof. (FH) DDr. Mario Situm die Fragestellung, inwieweit eine unangemessene Nutzung von Social Media durch MitarbeiterInnen eine potenzielle Auswirkung auf die Reputation eines Unternehmens haben kann. Hierfür wurde eine Reihe qualitativer Interviews mit ExpertInnen aus den Bereichen Risikomanagement, Finanzierung, Consulting und Social Media Management geführt und die daraus resultieren Erkenntnisse im Rahmen der Konferenz vorgestellt. Die ersten Einsichten zeigen, dass das potenzielle Risiko eines Reputationsschadens den ManagerInnen meist nicht unbedingt bewusst ist und keine Instrumente bzw. Kenngrößen verwendet werden, um das inhärente Risiko zu messen. Sehr wohl aber haben Unternehmen präventive Maßnahmen im Einsatz (bspw. Code of Conduct, Verschwiegenheitsverpflichtungen etc.), um MitarbeiterInnen zumindest aufzuklären bzw. zu sensibilisieren. Das Thema wurde von dem Publikum der Konferenz mit großem Interesse aufgenommen und auf Grund der lebhaften Diskussionen und Anregungen konnten bereits Ansätze für weiterführende Forschungen aufgegriffen werden.

Einsatz von Controlling in westösterreichischen Familienunternehmen

Prof. (FH) DDr. Mario Situm präsentierte Ergebnisse einer Studie, welche mit FH-Prof. Stefan Märk von der FH Salzburg bearbeitet und analysiert wurden. Es sollte die Frage geklärt werden, was den Einsatz von Controlling in westösterreichischen Familienunternehmen begünstigt. Die Ergebnisse zeigen, dass größere Unternehmen eher ein Controlling als kleine Unternehmen haben. Zudem ist die Tendenz ersichtlich, dass je älter die Geschäftsführung eines Unternehmens ist, desto geringer die Wahrscheinlichkeit des Einsatzes von Controlling ist. Wenn Fremdmanager im Unternehmen eingesetzt werden, dann ist eher ein Controlling zu finden. Theoretische Aspekte des Ressource-based-view und des Agency-Theorie konnten somit nur zum Teil verifiziert werden. Die Ergebnisse wurden im Plenum diskutiert und es konnte festgestellt werden, dass die Ergebnisse auch auf andere Länder der Welt übertragbar sind.  

Der Schlüssel liegt im Networking und voneinander Lernen

Die Erfahrungen aus dem Besuch der Konferenz zeigen wieder einmal deutlich auf, wie wichtig es ist, sich mit anderen Forschenden zu vernetzen, mit ihnen in Diskussion zu gehen, um unterschiedliche Sichtweisen kennen zu lernen. Aus den vielen geführten Gesprächen gingen wichtige Erkenntnisse und Perspektiven hervor, welche für die weiterführende Forschung aufgenommen werden können. Zudem ist eine Teilnahme auch ein sehr guter Indikator, um zu sehen, mit welchen Forschungsthemen sich KollegInnen aus anderen Ländern beschäftigen und inwieweit die eigenen Forschungsbemühungen Relevanz und Anerkennung in der Scientific Community finden.