In interessanten Praxisprojekten lernen Studierende wie angewandtes Marketing funktioniert.
In interessanten Praxisprojekten lernen Studierende wie angewandtes Marketing funktioniert.

MKM Studierende zeigen wie Angewandtes Marketing funktioniert

11.11.2019 |
Praxisprojekte
In einem ausführlichen Bericht beschreibt Dr. Holzweber, Hochschullehrer für Marketing, was unter angewandtem Marketing zu verstehen ist und welche Praxisprojekte die Studierendengruppen im letzten Semester durchgeführt haben.

Zukunftsorientierte Produktentwicklung ist im angewandten Marketing kreativ und innovativ und immer direkt am einzelnen Verbraucher ausgerichtet. Außerdem eröffnet die Kombination von 3D-Druck und IT-Technologie mit Storytelling und Mobile Marketing-Modellen völlig neue Wege für die Produktentwicklung. Studierende im Studiengang Marketing und Kommunikationsmanagement (MKM) an der FH Kufstein Tirol haben in der Lehrveranstaltung „Angewandtes Marketing“ im Sommersemester 2019 hybride Themen in den Marketing Bereichen Tourismus, Fast-Moving-Consumer-Good und Freizeitwirtschaft sehr erfolgreich umgesetzt. Dabei wurde neben einem Projektreport auch ein Video erstellt. Die Herausforderung bestand darin, angewandtes Online Marketing, Integriertes Marketing und Produktentwicklung durch IT gestützte Technologie in einem Projekt zu verbinden, um Menschen mit ihren individuellen Ansprüchen zu begeistern.

Beziehungsökonomie im Marketing

In der neuen und digitalen Beziehungsökonomie entscheiden nicht die Attribute von Marken, sondern die soziale Verbindung, die durch Marken geschaffen wird. Der "Connected Customer" ist nicht demografisch definiert, sondern psychografisch, insbesondere über individuelle Wünsche, Bedürfnisse, Interessen und Nutzungspräferenzen. „Die Digitalisierung stellt gewohnte Modelle auf den Kopf, deshalb werden bei uns an der FH Kufstein Tirol Marketing ManagerInnen von morgen ausgebildet, um angesichts von komplexen Rahmenbedingungen am Markt langfristig erfolgreich zu sein“, so der Lehrveranstaltungsleiter Dr. Markus Holzweber. Dabei geht es nicht allzu sehr um das Auffallen um jeden Preis, es geht vielmehr darum, dass Marketer der Nachfrage am Markt zuhören und diese auch verstehen und so eine Zielgruppe an eine bestimmte Marke langfristig binden können. Zukünftige Marketer müssen spannende und erregende Geschichten erzählen können, Neuigkeiten und hohen Produktnutzen liefern können sowie authentischen Content als Grundnutzen im Marketing einbauen, denn ohne bleibt das Marketing in Zukunft substanzlos.

Brückenprodukte verbinden

Das Projekt von Sarah Karina Schäfer, Ines Guggenberger, Anna-Maria Mühlbacher, Gregor Tschon, und Philipp Winkler beschäftigt sich mit der Fragestellung, wie denn bereits vorhandene Produkte durch Brückenprodukte nachhaltig im Alltag verbunden werden können, um so bestehenden Produkten einen realen Mehrnutzen zu verschaffen. Die Aufgabenstellung lautete: Entwickeln Sie ein Produkt, um eine handelsübliche Stabtaschenlampe an einem Fahrrad universell verwenden zu können. Die Studierendengruppe entwickelte ein Produkt (Produktname: light clip pro), dass die Herstellung, Vertrieb, Verpackung, und Kommunikation miteinschließt.

3D-Druck führt zum Erfolg

Christina Mühlegger und Marijke Reitsma, zwei sehr entwicklungsaffine Studierende an der FH Kufstein Tirol, entwickelten in ihrem Projekt ebenfalls ein Brückenprodukt für die Freizeitindustrie, welches durch einen 3D-Druck zum Leben erwachte. Der nächste Schritt besteht darin, das Produkt zu optimieren und die Alltagstauglichkeit und die Haltbarkeit in einem Dauertest zu nachzuweisen. Durch diese Erfahrungswerte wird dann das Produkt weiterentwickelt. „Das Ziel ist, etwas zu schaffen, das einen nachhaltigen Nutzen für den User hat“, so Dr. Holzweber. Neben der Produktentwicklung, Werbeplanung, intensive Überlegungen für eine Customer Journey und einer detaillierten Kostenrechnung fokussiert dieses Projekt natürlich auch die reale Umsetzung dieser eigenständigen Produktneuentwicklung.

Urlauben im Offline-Modus

Die Projektarbeit von Anna Grießer, Johannes Kaupe, Corina Kreidl und Verena Schmied beschäftigte sich mit aktuellen Themen im Tourismus. Die Studierendengruppe entwarf ein neues und agiles Tourismusprodukt das im Kern das individuelle Erleben von alpinen Lebenswelten thematisierte. Das Projekt entwickelte Kommunikationselemente im mobilen Marketing, um das ‚Ursprüngliche’ und das ‚Hautnahe’ in alpinen Lebenswelten als erlebbar zu erschaffen. Das so gestaltete Konzept für ein nachhaltiges Premium Produkt bietet ein sehr attraktives Element für den zukünftigen Tiroler Tourismusmarkt.

Projekte zeigen das wirkliche Potential von MKM Studierenden

In der sehr anwendungsorientierten Lehrveranstaltung zeigten Studierende ihr wirkliches Potential im Marketing. Als Fazit kann festgehalten werden: Das Marketing der Zukunft wird menschlicher und emotionaler, und im Zentrum steht die persönliche Beziehung zur Marke durch Produkte oder Dienstleistungen. Die Erkenntnisse der Lehrveranstaltung werden in einem Satz von Dr. Holzweber zusammengefasst: „Das ‚Greifbar-Machen’ und das ‚Ausprobieren’ von neuen Denkmodellen und Ansätzen im Marketing ist ein zentraler Faktor für Erfolg.“ Das hervorstechendste Merkmal und zugleich das Erfolgsgeheimnis der Projekte im Angewandten Marketing drücken sich in der Begeisterung für Marketing, durch begeisterungsfähige Studierende, der Anwendung von Technologie und der individuellen Betreuung durch ProfessorInnen im Studiengang Marketing und Kommunikationsmanagement (MKM) aus.