Spielhafte Auseinandersetzung in der Energiemarktsimulation Energy Next brachte für die Kufsteiner Studierenden mehr Verständnis für Marktmechanismen.
FH Kufstein Tirol
Spielhafte Auseinandersetzung in der Energiemarktsimulation Energy Next brachte für die Kufsteiner Studierenden mehr Verständnis für Marktmechanismen.

Studierende duellieren sich am Energiemarkt

03.05.2018 |
Allgemein
Gemeinsam mit MitarbeiterInnen der IKB, TIWAG und Stadtwerke Augsburg haben Studierende der FH Kufstein Tirol in einer zweitägigen Veranstaltung die Herausforderungen der Energiewende aus Unternehmenssicht simuliert.

Energy Next heißt die Simulationssoftware der Firma ProAccom, die für die Schulung von ExpertInnen in Energieversorgungsunternehmen entwickelt wurde und auch bei der Energiemarktsimulation Energy Next an der FH Kufstein Tirol zum Einsatz kam. Studierende des Studiengangs Europäische Energiewirtschaft haben gemeinsam mit MitarbeiterInnen der Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB), der TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG und der Stadtwerke Augsburg an der Simulation teilgenommen.

Rollenspiel um Energiemarkt zu verstehen

In acht fiktiven Unternehmen nahmen die TeilnehmerInnen die Rolle von Energiehändlern, Kraftwerksbetreibern und Vertriebsorganisationen ein. Sie entwickelten und erprobten Strategien in einem sich ständig verändernden politischen Umfeld. Lobbying bei der Regierung um Stilllegungsprämien für CO2-intensive Kraftwerke sowie Verhandlungen mit der Bank über Kreditkonditionen für Neuinvestitionen in EE-Erzeugung gehörten ebenso zur Simulation wie Erzeugungs- und Absatzplanung, Entwicklung von Vertriebsstrategien und das Aufstellen mehrjähriger Finanzpläne. Dabei wurden die Rivalitäten zwischen den Unternehmen als beinharter Kampf um jeden Kunden ausgetragen.

Hochkomplexe Wechselbeziehungen zwischen Politik und Markt

Der Sinn des Spieles bestand darin, die hochkomplexen Wechselbeziehungen zwischen Markt und Politik möglichst realitätsnah nachzuempfinden: Stromhandel, Kraftwerksstilllegungen, Investition in erneuerbare Energieträger, Mitarbeitermanagement und Kundengewinnung.

Finanzielle Unterstützung bekam die Energiemarktsimulation von der Bayerngas Energy GmbH, den Gemeindewerken Kiefersfelden, der IKB, den Stadtwerken Augsburg, den Stadtwerken Dorfen sowie der TIWAG.