Dietmar Weissmann, BA, BSc

Absolvent Facility Management & Immobilienwirtschaft berufsbegleitend 2009

Meine Zeit an der FH Kufstein Tirol war in vielerlei Hinsicht prägend.

Bereits in meiner Jugend hatte ich den Wunsch eines Tages an einer US-amerikanischen Eliteuniversität zu studieren. Aufgrund meiner lediglich mittelmäßigen HTL-Matura wusste ich dies jedoch in die Kategorie „unerfüllte Träume“ einzuordnen. Für gute Noten war ich als Schüler einfach etwas zu, naja, sagen wir systemkritisch.
Meine Zeit an der FH Kufstein Tirol sowie an der Universität Innsbruck war in vielerlei Hinsicht prägend. Erstmals konnte ich mich auf Themen fokussieren, die mich wirklich interessierten. Vom Ingenieurwesen kommend, studierte ich hier die Immobilie erstmals als Kapitalanlagegut, wobei mich vor allem die relative Ineffizienz der Immobilienmärkte, sowie makroökonomische Mechanismen und geopolitische Zusammenhänge faszinierten.

Karrierestart bei der Deutschen Bank

Dass ich meinen beruflichen Werdegang mit der Deutschen Bank bei einer global agierenden Investmentbank begann, war naheliegend. Dankenswerterweise wurde ich dort von Beginn an mit globalen Aufgaben betraut und durfte bis heute Immobilientransaktionen rund um den Globus mit einem Volumen von etwa 2 Milliarden Euro durchführen.
Nach 3,5 Jahren Berufstätigkeit, wovon ich den Großteil der Zeit in London, Frankfurt und zuletzt in Singapur verbrachte, entschloss ich mich dazu, meinen Horizont nochmals auf akademischer Ebene zu erweitern. Dass dies am Massachusetts Institute of Technology (MIT) erfolgen kann, und ich mir mit dem dortigen Masterstudium einen Jugendtraum erfülle, hat die Entscheidung, Anzug gegen T-Shirt zu tauschen, deutlich erleichtert.

Studieren im Schlaraffenland der Innovation

Seit meiner Ankunft in Boston im August ist noch kein Tag vergangen, an dem ich nicht erneut von den hier gebotenen Möglichkeiten überwältigt gewesen wäre. Das Umfeld ist hochkompetitiv, aber gleichermaßen inspirierend. Die Researchressourcen sind nahezu unbegrenzt und auf jede kluge Geschäftsidee warten Kapitalquellen, die in regem Austausch mit Studierenden und Lehrkräften stehen. Auf dem Campus trifft man regelmäßig auf namhafte Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft, auf überraschend nahbare Nobelpreisträger und auf Roboter, die ihre ersten Gehversuche außerhalb der MIT-Labore wagen. An keiner Universität werden mehr Start-ups gegründet und die enge Kooperation mit der benachbarten Harvard University, deren Vorlesungen für MIT-Studierende offenstehen, machen die ganze Region zu einem Schlaraffenland der Innovation, in dem Ingenieurskunst auf Unternehmergeist trifft, wie sonst nirgendwo auf der Welt.
Meine Entscheidung nochmals zu studieren basierte auf konkreten Vorstellungen für meine weitere berufliche Laufbahn. Hier angekommen durfte ich jedoch schnell erkennen, dass Offenheit für Neues oft zu mehr führt, als stures Verfolgen von Karrierezielen.