Interreg-Forschungsprojekt „DataKMU“ vereint Einzelexpertisen aus Wissenschaft und Forschung.
Interreg-Forschungsprojekt „DataKMU“ vereint Einzelexpertisen aus Wissenschaft und Forschung.

„DataKMU“ hilft Wirtschaftsunternehmen bei der Datenauswertung

12.11.2019 |
Allgemein
Das Interreg-Forschungsprojekt „DataKMU“ wurde mit dem Ziel ins Leben gerufen, Einzelexpertisen zu vereinen. 6 Partnerinstitutionen aus der Wissenschaft unterstützen Wirtschaftstreiben bei der Entwicklung von Best-Practises für regionale Fragestellungen.

In den letzten Jahren ist der Begriff Digitalisierung in nahezu alle Bereiche der Wirtschaft vorgedrungen. Es werden unzählbar viele Datenpunkte von Industrieanlagen, der Agrarwirtschaft als auch von persönlichen teilautonomen und smarten Fahrzeugen aufgezeichnet und gesammelt. Bei dieser enorm großen Menge an Daten als auch der Geschwindigkeit in welcher diese Daten aufgezeichnet werden, spricht man von Big-Data. Doch kommt es bei der weiteren Verarbeitung zu den ein oder anderen unbeantworteten Fragen und auch Stolpersteinen.

Forschungsprojekt DataKMU: „Was mache ich mit den gesammelten Daten?“

Das von Interreg Bayern-Österreich geförderte Forschungsprojekt mit dem Arbeitstitel „DataKMU“ sucht gezielt nach Partnern innerhalb der Wirtschaft denen es schwer fällt, Herr über deren Datenberge zu werden und unterstützt diese mit ExpertInnenwissen und Entwicklungsarbeit. Ziel ist es, aus den Daten neue Erkenntnisse als auch Produkte zu schaffen. Dabei wird der Fokus auf die sechs Schwerpunkte Mobilität, Blockchain, Digitaler Zwilling, Bilderkennung, NLP und Predictive Maintenance gelegt.

6 starke Partnerinstitute vereint

Die treibende Kraft in diesem Projekt kommt von sechs Partner Universitäten und Hochschulen, welche ihr Wissen und ihre Kompetenzen grenzüberschreitend über 12 Projekte verteilen und in die bayrische und österreichische Wirtschaft transferieren. Konkret handelt es sich von dem geografischen Westen nach Osten um die Fakultäten der FH-Vorarlberg, HS-Kempten, FH-Kufstein Tirol, Universität Salzburg, FH-Salzburg und Universität Passau. In dem derzeitigen Projektstatus werden die ersten sechs Projekte durchgeführt. Dabei reichten die Kompetenzen in die verschiedensten Richtungen.

Körpersensoren für Rinder zur Krankheiten Früherkennung

Die Universität Passau beschäftigt sich derzeit mit dem Flottenmanagement von Landwirtschaftsmaschinen als auch der automatisierten Bodengütemessung und der damit verbundenen Empfehlungen für selektive Fahrtgeschwindigkeiten von Agrarmaschinen. In den weiteren Schritten beschäftigen sie sich mit Körpersensoren für Rinder für die Früherkennung von Krankheiten und welches einerseits zu einer Minimierung von Medikamente führen und andererseits ein Indikator für Seuchenschutz sein kann. Die Kernkompetenz liegt hier somit bei der prädiktiven Instandhaltung von Maschinen und Viehbestand.

Industrie 4.0 und die Optimierung von Geschäftsprozessen

Die beiden Fakultäten aus Salzburg beschäftigt sich im Bereich der Industrie 4.0 um die Optimierung der verschiedenen Geschäftsprozesse bei der Produktion. Dies geschieht über das Auswerten verschiedener Sensoren und Daten aus den Prozessen selbst.

Automatisierte Fluggeräte und Flottenmanagement eines eFuhrparks

Mit dem Mobilitätsbereich beschäftigen sich die beiden Hochschulen aus Kufstein und dem bayrischen Kempten. In Kufstein wird eine Flugsicherungsplattform erstellt durch welche sogenannte Flugkorridore definiert werden in welchen sich automatisierte Fluggeräte ohne die Bevölkerung zu gefährden bewegen können. Hierbei werden die Informationen aus verschiedensten Datenquellen wie beispielsweise Wetterdaten, Geländemodelle, konventionelle FLARM Sensoren und eigens entwickelte Blackbox - GPS-Tracker miteinkalkuliert und angezeigt. In Vorarlberg hingegen setzt man auf das Flottenmanagement von einem „eFuhrpark“. Das Ziel dieses Projektes ist es die Auslastungsgrenzen dieses Fuhrparks zu optimieren.