Die TeilnehmerInnen und Trainer von Energy Next an der FH Kufstein Tirol
Die TeilnehmerInnen und Trainer von Energy Next an der FH Kufstein Tirol

Energiemarktsimulation Energy Next an der FH Kufstein Tirol

12.05.2017 |
Allgemein
Studierende stellten gemeinsam mit IKB- und TIWAG-Mitarbeitern verschiedene Situationen im Energiemarkt nach. Das Planspiel Energy Next ließ die TeilnehmerInnen die Beziehungen zwischen Politik und Markt realitätsnah nachempfinden.

In einer zweitägigen Veranstaltung simulierten Studierende des Studiengangs Europäische Energiewirtschaft an der FH Kufstein Tirol die Herausforderungen der Energiewende aus Unternehmenssicht. Sie verwendeten dafür das energiewirtschaftliche Planspiel Energy Next, welches speziell für die Schulung von ExpertInnen in Energieversorgungsunternehmen entwickelt wurde. Erstmals nahmen auch Mitarbeiter der Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB) und der TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG an der Schulung teil.

Verhandlungen mit Regierung und Banken

Die TeilnehmerInnen schlüpften in die Rollen von EnergiehändlerInnen, KraftwerksbetreiberInnen und Vertriebsorganisationen. Sie entwickelten und erprobten Strategien für ihre Unternehmen in einem sich ständig verändernden politischen Umfeld. Verhandlungen mit der Regierung über Stilllegungsprämien für CO2-intensive Kraftwerke sowie mit der Bank über Kreditkonditionen für Neuinvestitionen in der Erzeugung erneuerbarer Energie gehörten ebenso zur Simulation wie Erzeugungs- und Absatzplanung, Entwicklung von Vertriebsstrategien und das Aufstellen mehrjähriger Finanzpläne.

Workshop stellt reale Situationen nach

Das Spiel ermöglichte es den TeilnehmerInnen, die hochkomplexen Wechselbeziehungen zwischen Markt und Politik möglichst realitätsnah nachzuempfinden: Vom Stromhandel, über Kraftwerksstillegungen, Investition in erneuerbare Energieträger und Mitarbeitermanagement bis hin zur Kundengewinnung.

Trainer der Firma ProAccom, die diese Simulation ständig weiterentwickeln, führten die Energiemarktsimulation durch. Finanzielle Unterstützung bekamen die Veranstalter von den Firmen Bayerngas, Gemeindewerke Kiefersfelden, IKB, Stadtwerke Augsburg und TIWAG.