Nachgefragt beim neuen IBS-Studiengangsleiter Peter Dietrich

02.10.2019 |
Allgemein
Der Professor für Strategische Kommunikation & Stakeholder Management, Prof. (FH) Dr. Peter Dietrich, übernimmt mit dem Wintersemester 2019/20 die Studiengangsleitung für International Business Studies (IBS).

Im Interview verrät er, was ihn dazu bewogen hat, diese Verantwortung zu übernehmen, warum und für wen IBS das perfekte Studium ist, was er von seinen Studierenden erwartet und was man von ihm erwarten kann.

  • Was hat Sie dazu bewogen, sich als Studiengangsleiter zu bewerben?

Wir haben an den Studiengängen für International Business Studies eine selten gute Mischung an tollen Leuten: Damit meine ich das Lehrenden-Team, das sehr kompetent und hochengagiert lehrt, forscht und publiziert, damit meine ich unsere Alumni, die in der ganzen Welt erfolgreich tätig sind und damit meine ich natürlich unsere Studierenden: ich bin sehr froh, tagtäglich mit jedem einzelnen an ihren und seinen Potentialen arbeiten zu können.
Und wir haben das große Privileg uns mit hochspannenden Fragestellungen der Wirtschaft in einem immer internationaleren und digitalisierteren Umfeld zu beschäftigen. Das ist enorm herausfordernd – alte Lösungen greifen nicht mehr, neue sind gerade dabei zu entstehen: Teilweise wissen wir nicht einmal, wie unser Spielfeld aussieht und nach welchen Regeln gespielt wird... Um in der Spielemetapher zu bleiben: Ich freue mich, Verantwortung zu übernehmen und diese tolle Mannschaft als Kapitän aufs Feld zu führen – lassen wir die Spiele beginnen (lacht)!

  • Wie sieht Ihr persönlicher Werdegang aus?

Ich bin gebürtiger Innsbrucker und habe die letzten 24 Jahre in Wien gelebt. Nach dem Studium der Kommunikationswissenschaft, Betriebswirtschaft und Psychologie, habe ich in unterschiedlichen Positionen im Bereich Marketing und Kommunikation gearbeitet und bin dann über einen externen Lehrauftrag fix an die FHWien der WKW geholt worden. Zuerst als Fachbereichsleiter für strategisches Kommunikationsmanagement und während der letzten Jahre als Studiengangsleiter.
Letztes Jahr haben wir schließlich unseren Lebensmittelpunkt wieder nach Tirol verlegt. Ich lehre und forsche hier im Bereich Strategische Kommunikation & Stakeholder Management und bin sehr glücklich, dass ich an der FH Kufstein Tirol eine neue berufliche Heimat gefunden habe.

  • Worauf legen Sie bei Ihren Studierenden Wert?

Ich bin seit vielen Jahre im Hochschulsektor tätig und kenne die Needs auf Seiten der Studierenden und jene auf Seiten der Lehrenden. Mir ist bewusst, dass es Phasen gibt, wo diese Needs mal besser und mal schlechter zusammenpassen. Ich sage deshalb meinen Studierenden immer, wir können, nein, wir MÜSSEN über alles reden und wir müssen gleichzeitig ehrlich zueinander sein und – ganz wichtig – zuerst einmal ehrlich zu uns selbst.

  • Mit welchen Stärken und Interessen ist man im Studium International Business Studies richtig?

Prinzipiell kann man mit einem Studium entweder den Weg der Spezialisierung oder der Generalisierung gehen. Beide Kompetenzprofile sind notwendig, wir stehen aber ganz sicher für den Bereich der Generalisierung, den Blick für das große Ganze und strategische Managementverantwortung. Der internationale Kontext, in dem sich alles unternehmerische Handeln bewegt, ist heutzutage nicht mehr wegzudiskutieren und daher tragen wir das Wort International nicht nur im Namen. Für uns ist die Vermittlung von internationalen Kompetenzen ein zentraler und integrativer Bestandteil in der hauptsächlich englisch sprachigen Ausbildung: Vollzeit-Bachelor verbringen daher bis zu drei Semester ihrer Studienzeit im Ausland und das Masterstudium wird zu 100% auf Englisch unterrichtet, wobei die Zahl der Studierenden aus dem Ausland sehr hoch ist. Internationale Studienreisen, Exkursionen zu Top-Unternehmen und ein tolles kulturelles Rahmenprogramm runden unser Angebot ab.

  • Warum empfehlen Sie Interessierten, sich für das Studium International Business Studies zu entscheiden?

Die Entwicklungen von Technologien, Märkten sowie der Gesellschaft als Gesamtes, ist so dynamisch und unvorhersehbar, dass die Halbwertszeit von Spezialwissen immer schneller sinkt. Keiner weiß, was kommt und daher werden Leute die Nase vorne haben, die über strategischen Scharfsinn verfügen, um Optionen erkennen und nützen zu können. Leute, die ausgeprägte Leadership-Skills haben, um gegensätzliche Erwartungen ausbalancieren zu können und solche, die sich nicht zuletzt souverän in unterschiedlichen Kulturkreisen bewegen können. Für diese Managerinnen und Manager von morgen möchten wir eine Kaderschmiede sein.

  • Was möchten Sie im nächsten Jahr umsetzen? Was möchten Sie erreichen?

Ich werde für unsere Studierenden alles tun, damit sie die besten Voraussetzungen vorfinden, um sich auf eine tolle internationale Managementkarriere vorzubereiten.
Gleichzeitig steht die Revision unserer Studienprogramme an. Das ist ein Prozess, der alle paar Jahre stattfindet, um die Curricula auf den neuesten Stand zu bringen. Das ist eine tolle Chance, da man hier langfristige Weichen stellt. Ich liebe diese Phase – das gesamte IBS-Team recherchiert, analysiert und führt viele Gespräche, wir diskutieren, streiten und konzipieren und bringen dann alles in einen Guss. Ich kann jetzt schon ankündigen: wir werden für den einen oder anderen Wow-Effekt sorgen!