Die ExpertInnen der innovativen Projektbeispiele mit Karin Steiner (v.l.n.r).
FH Kufstein Tirol
Die ExpertInnen der innovativen Projektbeispiele mit Karin Steiner (v.l.n.r).

i.ku-Meetup: Gebäude werden digital

03.02.2020 |
Allgemein
Am 23.01.2020 fand im Rahmen der von der Innovationsplattform Kufstein i.ku initiierten Dialoge ein Informationsaustausch zu innovativen Projekten zwischen ExpertInnen aus der Immobilienwirtschaftsbranche an der FH Kufstein Tirol statt.

Beim i-.ku-Meetup rund um das Thema „Gebäude werden digital“ tauschten sich ExpertInnen eines Jungunternehmens, eines etablierten Unternehmens und ForscherInnen des Instituts für Facility Management und Immobilienwirtschaft der FH Kufstein Tirol aus. Vorgestellt wurden unter anderem Digital Twins, virtuelle Rundgänge und Baumeister sowie das Projekt ImmoPixel.

Virtuelle Gebäude als Marketingtool

Gebäude und Bauvorhaben können mittels eines Mixes aus virtuellem 3D-Rundgang, Drohnenaufnahmen und Interaktionsmöglichkeiten im Raum neu präsentiert und für das Marketing nutzbar gemacht werden. In der dreidimensionalen Ansicht können Betrachter mit den Bauwerken interagieren sowie Infos, Videos und Fotos angezeigt bekommen, um einen optimalen Einblick vom Objekt zu gewinnen. Daneben erhalten Unternehmen die Möglichkeit, Produkte, Dienstleistungen, Mitarbeiter usw. direkt im Rundgang vorzustellen. „Unsere Aufgabe ist es, Gebäude digital lebendig zu machen – so können bestehende als auch noch nicht gebaute Objekte erlebt werden“, erklären die Firmengründer der Knapp & Riedmann OG - Niklas Knapp, BA und Michael Riedmann, MSc. Mit der Marke "Virtualtour" bieten sie ein Rundum-Paket für digitales Immobilienmarketing für alle Branchen. Gerade im Immobilienmarketing ist es wichtig, die individuellen Vorzüge eines Objektes hervorzuheben – sei es ein Hotel, ein Veranstaltungsraum oder ein Bauvorhaben.

Weitere Informationen: www.virtual-tour.at

Digitaler Bau-Zwilling

Das Building Information Modelling (BIM) ermöglicht es allen Architekten, Ingenieuren, Bauunternehmen und Bauherren gemeinsam auf ein Gebäudemodell zuzugreifen und dieses bearbeiten zu können. Hierbei wird ein digitaler Zwilling - welcher am Computer erzeugt wurde - bearbeitet, funktioniert das Projekt am Computer wird es in die Realität umgesetzt. Die Abspeicherung der Informationen erfolgt direkt über ein 3D-Modell, sodass alle relevanten Informationen für die Projektbeteiligten zugänglich dokumentiert werden. „Mit der Software können dadurch Bauwerke effizienter, übersichtlicher und kostengünstiger geplant, berechnet, gebaut und bewirtschaftet werden“, erklärt Bmstr. Dipl.-Ing. Adriane Gasteiger von der AGA Bau GmbH. Diese Technologie wird auch für Bauwerke wie Brücken, Tunnel-, aber auch den Straßenbau eingesetzt und ist deshalb für Facility-Manager sowie Investoren und Immobilien-Verwalter ein interessantes Thema.  

Weitere Informationen: www.bimm.eu  / www.agabau.at

Immobilienanalyse

Automatische Bildanalysen können heutzutage schon eine Vielzahl an Informationen bereitstellen. Unter dem Forschungsvorhaben „ImmoPixel“ soll die Vereinigung von immobilienwirtschaftlichem Wissen aus dem Themenfeld der Immobilienbewertung und automatisierter Bildererkennung eingesetzt werden. „Einerseits wird die Genauigkeit der Modelle durch die Extraktion relevanter Merkmale aus Bildinformationen erhöht und andererseits wird die zukünftige Einsetzbarkeit dieser Modelle in Gebieten möglich, wo abgesehen von Luftaufnahmen keine bzw. nur bedingt ´externe´ statistische Daten vorhanden oder verfügbar sind“, erklärt Prof. (FH) Dr. David Koch von der FH Kufstein Tirol, der Projektleiter dieses Forschungsvorhaben ist. Seine aktuellen Projekte sind ImmoAge, ImmBild und HedonicBild – welche bereits die Bildanalysemethoden zur Berechnung des Baujahrs, der Objektbewertung und zur Wertanalyse nutzen.

Die Moderation übernahm Dipl.-Kfm. Karin Steiner, i.ku-Leitungsteam und Hochschullehrerin für Unternehmensführung an der FH Kufstein Tirol. Im Anschluss an die aktuellen Projektbeispiele bot sich die Gelegenheit zum gemeinsamen Austauschen bei Getränken und Essen.

Eindrücke des i.ku-Meetup: Gebäude werden digital