FM-Konzept für die neue Landesgesellschaft Tiroler Soziale Dienste GmbH

17.10.2015 |
Praxisprojekte
Am 2. Januar 2015 hat die Landesgesellschaft Tiroler Soziale Dienste GmbH ihre Arbeit im Rahmen der Neuordnung der Flüchtlingsbetreuung in Tirol aufgenommen.

Durch die Gründung der Tiroler Soziale Dienste GmbH als 100 prozentige landeseigene Gesellschaft sollen einheitliche Standards in Betreuung, Verpflegung und Unterkunft der Flüchtlinge umgesetzt werden. Studierende des Masterstudiengangs Facility & Immobilienmanagement haben unter Betreuung von Herrn Asc. Prof. (FH) Dipl.-Ing. (FH) Robert Fröhler M.Eng. ein Praxisprojekt durchgeführt.
Die rapide ansteigende Zahl an Flüchtlingen in Tirol stellt die MitarbeiterInnen der Tiroler Soziale Dienste tagtäglich vor neue Herausforderungen. Die Studierenden haben dies zum Anlass genommen und ein FM-Konzept entwickelt, welches die Organisation bei ihrer zukünftigen und derzeitigen Arbeit unterstützen soll. Zur Bearbeitung dieser Thematik begleiteten die StudentInnen das etablierte Facility Management der Tiroler Soziale Dienste für einen Tag, um sich mit Abläufen und Prozessen des täglichen Geschehens vertraut zu machen. Im Rahmen einer Exkursion nach Innsbruck besichtigten die Studierenden mehrere Neubau- und Bestandsobjekte sowie das bis Dato größte Heim für Flüchtlinge im Gewerbegebiet der Stadt Innsbruck. Im Rahmen dieser Vorort-Begehung wurden die örtlichen Gegebenheiten analysiert und dokumentiert sowie Gespräche mit Beteiligten und Verantwortlichen geführt. Auf Grundlage dieser gewonnenen Eindrücke konnten die StudentInnen einige Ziele und Maßnahmen definieren, um der Tiroler Soziale Dienste ein FM-Konzept erstellen zu können.

Ein Ziel war die Entwicklung von Maßnahmen, die die interne und externe Kommunikation fördern und vereinfachen soll. Durch die Einführung eines Online-Projektmanagement-Tools soll die Kommunikation vereinfacht und eine schnellere Aufgabenerledigung erreicht werden, wodurch wiederum Kosten und Ressourcen eingespart werden können. Diese können dann an anderen bedeutsamen Stellen reinvestiert werden.
Neben dieser Kommunikationserleichterung erstellten die Studierenden eine Organisationsstruktur. Hierarchien und Ablaufprozesse werden veranschaulicht und grafisch aufbereitet.
Abgesehen von der internen und externen Kommunikationsverbesserung und -erleichterung dehnten die Studierenden ihr Engagement über die Bereiche Fuhrparkmanagement, Beschaffung/Bestellwesen sowie Möbel- und Gerätepool aus. Weiterhin wurden die Themen Schlüsselverwaltung, Sicherheit und Brandschutz als auch Müllverwertung analysiert. Innerhalb dieser genannten Bereiche wurden Maßnahmen und Ziele definiert, um diese erfolgreich in ein FM-Konzept integrieren zu können.