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Exklusiver Blick hinter die Kulissen der Bergbahnen Söll

  • 13.02.2026
  • News Studiengang
Gruppe erforscht den Maschinenraum.
© Alexander Wohlfart

Studierende des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen bei einer Führung durch die technischen Anlagen der Bergbahnen Söll.

Wie funktioniert eine moderne Seilbahnanlage wirklich? Wirtschaftsingenieurswesen-Studierende der FH Kufstein Tirol erhielten bei einer Exkursion zu den Bergbahnen Söll exklusive Einblicke in Technik, Sicherheit und Nachhaltigkeit – organisiert von einem Studierenden selbst.

Im laufenden Semester tauschten Studierende des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen der Jahrgänge WING.vzB24 und WING.vzB25 den Hörsaal gegen die Praxis: Im Rahmen einer selbstorganisierten Exkursion besuchten sie die Bergbahnen Söll und erhielten eine exklusive Führung durch die moderne Doppelmayr-Seilbahnanlage Hexenwasser.

Geleitet wurde die Führung von Walter Gatt, Personalleiter der Bergbahnen Söll und gelernter Maschinenbauer. Er gewährte den Studierenden spannende Einblicke hinter die Kulissen einer Seilbahnanlage – von technischen Abläufen und Sicherheitskonzepten bis hin zu betrieblichen Herausforderungen im laufenden Betrieb.

Theorie trifft Praxis

Besonders wertvoll war für die Studierenden die direkte Verbindung zwischen den im Studium vermittelten Inhalten und deren Umsetzung vor Ort. Themen wie Maschinenelemente, Statik, Automatisierungstechnik, Anlagenbau und Seilbahntechnik wurden in der Praxis greifbar.
Ein Eindruck, der nachhaltig wirkte: „Die Dimension einer solchen Seilbahnanlage hätte ich niemals erwartet“, sagt einer der Teilnehmer rückblickend.  

Auch Aspekte der Nachhaltigkeit standen im Fokus. Das Zusammenspiel von Speichersee, Wasserkraftwerk, Pumpanlagen und Beschneiung zeigte eindrucksvoll, wie durchdacht der Ressourcenkreislauf in der Region gestaltet ist – ein System, das viele Studierende so noch nicht kannten.

Initiative aus der Studierendenschaft

Organisiert wurde die Exkursion von Alexander Wohlfart, Student im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen. Auf die Möglichkeit der Führung wurde er über einen Instagram-Beitrag der Bergbahnen Söll aufmerksam. „Die Führung war ursprünglich nur für Gäste mit Gästekarte gedacht. Ich habe dann einfach nachgefragt, ob wir als WING-Studierende teilnehmen dürfen – und nach ein paar Mails und Telefonaten hat alles sehr schnell geklappt.“

Das Feedback der Studierenden fiel durchwegs positiv aus. Viele betonten, wie spannend es sei, endlich zu verstehen, was technisch und organisatorisch hinter einer Anlage steckt, die man sonst nur als Gast nutzt. „Die Begeisterung und positive Rückmeldung meiner Kommilitonen hätte ich in diesem Ausmaß nicht erwartet“, so Wohlfart.

Großer Mehrwert – auch für die Zukunft

Der Mehrwert der Exkursion überzeugte auch auf institutioneller Ebene: Studiengangsleiter Prof. (FH) Dr. Martin Adam möchte die Führung künftig fix in den Vorlesungsplan des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen integrieren.

Für Alexander Wohlfart reicht der Nutzen dieser Erfahrung jedoch über das Studium hinaus. Die Exkursion habe eindrucksvoll gezeigt, welche technischen, organisatorischen und infrastrukturellen Leistungen hinter einem vermeintlich selbstverständlichen Angebot im Wintersport stehen: „Ich würde diese Führung nicht nur jedem angehenden Ingenieur ans Herz legen, sondern auch jedem, der Wintersport aktiv betreibt, um sich einen Überblick über die Dimensionen und die facettenreiche Funktionsweise einer solchen Anlage zu verschaffen!“

Ein starkes Beispiel dafür, wie Eigeninitiative von Studierenden, engagierte Praxispartner und praxisnahe Lehre an der FH Kufstein Tirol erfolgreich zusammenspielen.

 

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