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Studieren unter Palmen: Annalenas Erasmus-Jahr in Almería

  • 23.07.2026
  • International
Annalena lebte sich schnell in den neuen Campus-Alltag ein.
© privat

Studentin Annalena genoss ihr Auslandsjahr an der spanischen Küste in Almería in vollen Zügen.

Studentin Annalena tauchte in Almería tief in den spanischen Unialltag ein: Zwischen Working Groups, Cafés und Sport direkt am Meer entwickelte sie ihre Sprachkenntnisse, knüpfte internationale Freundschaften und meisterte die täglichen Herausforderungen fernab der Heimat.

Für ihr verpflichtendes Auslandsstudium zog es Annalena Ennemoser, Studentin des Studiengangs International Business Studies (neu: International Business Management) an der Kufsteiner Hochschule, in den Süden Spaniens. Von September 2025 bis Juni 2026 verbrachte sie zwei ereignisreiche Semester an der Universidad de Almería. Die Entscheidung für die andalusische Küstenstadt fiel bewusst: Das Ziel war es, die spanische Kultur hautnah zu erleben, die eigenen Sprachkenntnisse in einer authentischen Umgebung zu vertiefen und sich sowohl fachlich als auch persönlich weiterzuentwickeln.

Campusleben direkt am Meer und interkultureller Austausch

Ein typischer Studientag an der Universidad de Almería unterschied sich spürbar vom Campus in Kufstein. Lehrveranstaltungen begannen oft später und gliederten sich in Theorieeinheiten sowie interaktive Working Groups, in denen Inhalte gemeinsam erarbeitet und präsentiert wurden. Nach den Vorlesungen trafen sich Studierende regelmäßig auf eine traditionelle Tostada und einen Kaffee, deren günstige Preise eine angenehme Überraschung waren. Die Prüfungen, oft Multiple-Choice-Klausuren mit Punktabzug bei falschen Antworten, erforderten eine strategische Herangehensweise.

Besonders angetan zeigte sich Annalena vom weitläufigen Universitätscampus: Er erinnerte mit seinen zahlreichen Cafés, Essensmöglichkeiten, Gebäuden und Grünflächen an ein kleines Dorf. Die einzigartige Lage direkt am Meer, ergänzt durch eine hervorragende Sportanlage, bot vielfältige Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Für nur EUR 45,- pro Semester nutzte Annalena die Sportkarte, die Zugang zu Fitnessstudio, Schwimmbad, Tennis-, Padel- und Fußballplätzen ermöglichte. Diese aktiven Pausen und sportlichen Aktivitäten wurden fester Bestandteil ihres Studierendenalltags.

Sprachen, Kultur und persönliches Wachstum am Mittelmeer

Die gebürtige Südtirolerin wohnte in einer internationalen Fünfer-Wohngemeinschaft im Studentenviertel El Zapillo, nur eine Minute vom Strand entfernt und mit direkter Busanbindung zur Universität sowie ins Stadtzentrum. Dieses neue Umfeld förderte neben dem kulturellen Austausch auch die Gelegenheit, ihre bestehenden Sprachkenntnisse in Deutsch, Englisch und Italienisch täglich anzuwenden und diese um Spanisch zu erweitern. Da Almería abseits des Massentourismus liegt, sprachen die Einheimischen im Alltag fast ausschließlich Spanisch, was das Erlernen der Landessprache enorm erleichterte. Ob nachmittags am Strand, beim gemeinsamen Kochen mit den Mitbewohnern oder bei spanischen Tapas wurden ihre Sprachfähigkeiten spielerisch vertieft.

„Das Zusammenleben in einer internationalen Wohngemeinschaft direkt am Meer bot mir die perfekte Gelegenheit, meine Sprachkenntnisse im Alltag anzuwenden und neue Kulturen zu verstehen“, berichtet Annalena Ennemoser begeistert.

Weiter entwickelte sie während ihres Auslandsjahres mehr Selbstständigkeit, Flexibilität und Offenheit im Umgang mit neuen Situationen. Ihr größtes Learning war, bewusst die Komfortzone zu verlassen, offen auf Menschen zuzugehen und neue Erfahrungen mit Neugier zu begegnen. Kulturell prägte sie besonders die entspannte Lebensweise und der spätere Tagesrhythmus in Andalusien: Viele Geschäfte schließen mittags für die Siesta, öffnen dafür abends bis 22 Uhr, und das gesellschaftliche Leben verlagert sich in die späten Abendstunden.

Ausblick und Empfehlungen für zukünftige Erasmus-Studierende

Für zukünftige Erasmus-Studierende hat Annalena wertvolle Ratschläge parat. Eine gründliche Vorbereitung und das Vertrauen auf das eigene Bauchgefühl erleichtern die Auswahl der passenden Partneruniversität. Auch weniger bekannte Orte bieten oft die schönsten Überraschungen. Grundkenntnisse in Spanisch erleichtern den Start in Almería erheblich, da Englisch außerhalb der Hochschule selten gesprochen wird. „Ich empfehle allen Studierenden, die Komfortzone bewusst zu verlassen, offen auf Menschen zuzugehen und jede Reisegelegenheit zu nutzen“, resümiert Annalena Ennemoser rückblickend. Die im Vergleich zu Österreich spürbar günstigeren Lebenshaltungs- und Freizeitkosten machten das Studentenleben zusätzlich attraktiv.

 

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