Heureka! Athen als Praxislabor für SKVM-Studierende
- 02.06.2026
- International
Studierende des Masterstudiengangs Sport-, Kultur- & Veranstaltungsmanagement der FH Kufstein Tirol während der Studienreise in Athen.
Von Street Art über Kulturmanagement bis Stadionbetrieb: Studierende des Masterstudiengangs Sport-, Kultur- & Veranstaltungsmanagement sammelten bei einer Studienreise nach Athen praxisnahe Einblick.
Athen wurde für Studierende des berufsbegleitenden Masterstudiengangs Sport-, Kultur- & Veranstaltungsmanagement der FH Kufstein Tirol im April 2026 zum internationalen Lernraum: Gemeinsam mit Studiengangsleiterin Asc. Prof. (FH) Mag. Monika Kohlhofer und der stellvertretenden Studiengangsleiterin Prof. (FH) Dr. Claudia Stura erkundeten die Studierenden vier Tage lang sportliche, kulturelle und eventbezogene Konzepte in der griechischen Hauptstadt.
Die persönlichen Gespräche mit Abteilungsleitern und Stadionmanagern haben den Studierenden eindrucksvoll gezeigt, was Sportmanagement im Alltag bedeutet [...].
Claudia Stura
Stellvertretende Studiengangsleiterin
Im Mittelpunkt der Studienreise stand dabei nicht nur das Erleben der Stadt, sondern vor allem die fachliche Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Ansätzen im Sport-, Kultur- und Eventmanagement. Ziel war es, theoretische Inhalte aus dem Studium mit praktischen Einblicken vor Ort zu verbinden und internationale Perspektiven kennenzulernen.
Praxisnahe Einblicke in Kultur- und Eventmanagement
Den Auftakt bildete eine Street-Art-Tour durch verschiedene Stadtteile Athens. Dabei beschäftigten sich die Studierenden mit Graffiti-Kunst im öffentlichen Raum, ihrer gesellschaftlichen Bedeutung sowie den Strukturen und Regeln innerhalb der Szene. „Beeindruckt hat mich besonders die Ausdrucksstärke der Graffiti-Kunst im öffentlichen Raum. Viele Stadtteile sind geprägt von den großflächigen Werken mit Bezug zu Politik, sozialer Ungerechtigkeit oder Identität“, sagt Monika Kohlhofer.
Auch kulturwissenschaftliche und organisatorische Fragestellungen standen im Fokus: Wie finanzieren sich Künstler:innen? Welche Rolle spielt Kunst im öffentlichen Raum? Und wie lassen sich kulturelle Angebote nachhaltig organisieren?
Weitere Programmpunkte führten die Gruppe unter anderem in das Akropolismuseum, in das Kulturzentrum Technopolis sowie zum Athens Digital Arts Festival. Dort erhielten die Studierenden Einblicke in moderne Veranstaltungsformate, immersive Medienkonzepte und den Einsatz digitaler Technologien im Kulturbereich. Besonders das Digital Arts Festival bot direkte Anknüpfungspunkte an aktuelle Entwicklungen im Eventmanagement – von interaktiven Installationen über Games bis hin zu KI-basierten Anwendungen.
Sportmanagement zwischen Tradition und Moderne
Auch sportbezogene Inhalte spielten während der Reise eine zentrale Rolle. Im historischen Panathenaiko-Stadion, Austragungsort der ersten Olympischen Spiele der Neuzeit 1896, beschäftigten sich die Studierenden mit Fragen der nachhaltigen Nutzung historischer Sportstätten.
Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch des Stadions des Fußballvereins AEK Athen. Bei einer Führung erhielten die Teilnehmenden Einblicke in moderne Sportmanagement-Praxis – etwa in den Bereichen Sponsoring, Sicherheit, Stadionbetrieb und Fanmanagement.
Ein Programmpunkt der Studienreise führte die Studierenden auch in das historische Panathenaiko-Stadion.
Dabei wurde auch deutlich, wie stark Sportorganisationen von gesellschaftlichen und historischen Entwicklungen geprägt sind. Der Verein AEK Athen entstand ursprünglich aus der griechischen Flüchtlingsbewegung nach dem Griechisch-Türkischen Krieg Anfang des 20. Jahrhunderts.
„Die persönlichen Gespräche mit Abteilungsleitern und Stadionmanagern haben den Studierenden eindrucksvoll gezeigt, was Sportmanagement im Alltag bedeutet und wie Konzepte und wissenschaftliche Erkenntnisse von den Profis gelebt werden“, zieht Claudia Stura Resümee.
Internationale Perspektiven für die weitere Ausbildung
Die Studienreise bot den Studierenden nicht nur fachliche Inputs, sondern auch Raum für Reflexion und Austausch. Unterschiedliche kulturelle Rahmenbedingungen, andere Anforderungen an Veranstaltungs- und Kulturarbeit sowie internationale Perspektiven auf Sportmanagement wurden vor Ort direkt erlebbar.
Gerade dieser Praxisbezug ist ein zentraler Bestandteil des Studiengangs Sport-, Kultur- & Veranstaltungsmanagement an der FH Kufstein Tirol. Studienreisen wie jene nach Athen ermöglichen es den Studierenden, theoretische Lehrinhalte im internationalen Kontext zu vertiefen und Einblicke in potenzielle spätere Berufsfelder zu gewinnen.