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Mehr als 300 Gäste: Run auf KI-Kongress

  • 30.05.2026
  • Eventrückblick
Rede von Gregor Schmalzried beim 2. KI-Kongress an der Kufsteiner Hochschule
© Fotografie Fettinger

Gregor Schmalzried sprach beim 2. KI-Kongress an der Kufsteiner Hochschule über konkrete KI-Anwendungen und den praktischen Umgang mit Künstlicher Intelligenz.

Praxisnahe Vorträge, interaktive Formate und hochkarätige Speaker:innen machten den 2. KI-Kongress der FH Kufstein Tirol zum Treffpunkt für Wirtschaft, Forschung und KI-Interessierte. Im Fokus standen aktuelle KI-Entwicklungen und Anwendungen in Praxis und Alltag.

Wie verändert Künstliche Intelligenz bereits heute Unternehmen, Arbeitsprozesse und unseren Alltag? Mit dieser Frage beschäftigte sich der 2. KI-Kongress an der FH Kufstein Tirol, der am 29. Mai stattfand. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Studiengang International Business Management sowie dem KI-Kompetenzzentrum der Hochschule. Mehr als 300 Besucher:innen nutzten die Gelegenheit, aktuelle Entwicklungen rund um KI nicht nur theoretisch kennenzulernen, sondern direkt auszuprobieren und mit Expert:innen aus Wirtschaft, Forschung und Praxis ins Gespräch zu kommen. Nach der Premiere im Vorjahr mit über 200 Teilnehmer konnte der KI-Kongress damit erneut deutlich wachsen.

KI zwischen Alltag, Wirtschaft und Innovation

Im Mittelpunkt standen konkrete Anwendungen und reale Erfahrungen aus Unternehmen. Vorträge, Workshops und Demonstrationen zeigten, wie KI bereits heute Arbeitsabläufe unterstützt, neue Geschäftsmodelle ermöglicht und Produktivität steigern kann – gleichzeitig aber auch neue Anforderungen an Unternehmen und Mitarbeitende stellt.

Begrüßung zum 2. KI-Kongress an der Kufsteiner Hochschule u.a. durch Gastgeber Prof. (FH) Dr. Peter Dietrich
© FH Kufstein Tirol

Mehr als 300 Besucher:innen aus Wirtschaft, Forschung und Praxis fanden sich zum 2. KI-Kongress an der FH Kufstein Tirol ein. 

Für besonderes Interesse sorgte die Keynote des KI-Experten, ARD-Podcasters und Autors Gregor Schmalzried. Der mit „Der KI-Podcast“ für den Grimme Online Award nominierte und vom medium magazin als einer der „Wissenschaftsjournalisten des Jahres 2024“ ausgezeichnete Journalist zeigte unter dem Titel „Abkürzung zur Superintelligenz“, wie KI bereits heute konkrete Arbeitsabläufe verändert – und warum weniger die Technologie selbst als vielmehr ihr praktischer Einsatz über den Erfolg entscheidet. Anhand praxisnaher Beispiele demonstrierte Schmalzried, wie KI-Agenten, automatisierte Prozesse und neue Anwendungen den Arbeitsalltag verändern können.

„Nicht die Technologie selbst steht zwischen uns und einer erfolgreichen KI-Zukunft, sondern die Frage, wie wir mit ihr umgehen“, erklärte Schmalzried.

Praxisnahe Einblicke aus Forschung und Unternehmen

Neben der Keynote widmeten sich weitere Fachvorträge aktuellen Entwicklungen rund um KI, Digitalisierung und Produktivität. Dr. Johanna Farnhammer beleuchtete, wie sogenanntes Vibe-Coding die Produktentwicklung verändert, während Markus Warg einen praxisnahen Überblick über KI-Infrastruktur – von Hardware bis zur sogenannten AI Factory – gab. Dr. Lukas Huber analysierte, warum viele KI-Projekte trotz technologischer Möglichkeiten scheitern und welche Faktoren für eine erfolgreiche Umsetzung entscheidend sind. Florian Baader teilte Erfahrungen aus über 100 KI-Rollouts und zeigte konkrete Handlungsempfehlungen für Unternehmen auf.

Ein weiterer Programmpunkt widmete sich dem Einsatz von KI in mittelständischen Unternehmen. Prof. Dr. Maximilian Wolf (Professor an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen) und sein Forschungsteam vom Zentrum für industrienahe Dienstleistungen Baden-Württemberg (ZiD) präsentierten anhand von Interviews und Fallstudien aus Baden-Württemberg, wie Unternehmen KI bereits erfolgreich einsetzen und welche Produktivitätseffekte sich dadurch erzielen lassen.

Wir freuen uns, dass wir die erfolgreiche Arbeit des Zentrums für industrienahe Dienstleistungen Baden-Württemberg auch in Österreich präsentieren können – in Theorie und vor allem am praktischen Beispiel.

Prof. Dr. Maximilian Wolf

Professor an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen

Ergänzt wurde das Programm durch Expert:innen der FH Kufstein Tirol: Prof. (FH) Dr. Uwe Heil, Dr. Juliane Sigl und Prof. (FH) Dr. Christian Schmid gaben Einblicke in Vibe-Coding-Anwendungen sowie KI-gestützte Produktentwicklung.

Ein weiterer Schwerpunkt des Kongresses lag auf dem direkten Praxistransfer. Besucher:innen konnten Technologien wie KI-Avatare, 3D-Scanner, die Apple Vision Pro oder smarte Wearables testen. Die Anwendungen wurden vom Zentrum für industrienahe Dienstleistungen (ZiD) Baden-Württemberg bereitgestellt, das gemeinsam mit Partnern wie dem Fraunhofer IAO an praxisnahen Innovationsprojekten arbeitet

Stand des Zentrums für industrienahe Dienstleistungen Baden-Württemberg (ZiD) beim 2. KI-Kongress in Kufstein.
© Fotografie Fettinger

Am Stand des Zentrums für industrienahe Dienstleistungen (ZiD) Baden-Württemberg konnten Besucher:innen im Rahmen des KI-Kongresses verschiedene Devices ausprobieren.

„Gerade kleine und mittlere Unternehmen beschäftigen sich intensiver mit innovativen Lösungen wie KI-Avataren im Kundenkontakt oder den neuen Möglichkeiten von VR- und AR-Brillen, wenn sie Praxisanwendungen dieser Technologien live ausprobieren können“, verdeutlicht Wolf. 

Austausch zwischen Hochschule, Wirtschaft und Region

„Unser Ziel ist es, KI verständlich, zugänglich und unmittelbar erlebbar zu machen – sowohl für Unternehmen als auch für Studierende und Interessierte“, erklärt Dr. Juliane Sigl, Leiterin des KI-Kompetenzzentrums der Kufsteiner Hochschule.

Auch für Unternehmen in der Region gewinnt das Thema zunehmend an Bedeutung. Viele Organisationen stehen aktuell vor der Herausforderung, KI sinnvoll in bestehende Prozesse zu integrieren und Mitarbeitende entsprechend mitzunehmen.

„Nach dem Hype kommt die Umsetzung: Wir zeigen KI nicht als imposante Spielerei, sondern als Business-Strategie – mit greifbaren Best Practices, praktischem Austausch und klaren Next Steps“, betont Prof. (FH) Dr. Peter Dietrich, Studiengangsleiter des Bachelor- und Masterstudiengangs International Business Management an der FH Kufstein Tirol. „Über 300 Besucher:innen beim KI-Kongress in Kufstein bestätigen, dass wir damit einen wichtigen Impuls gesetzt haben.“

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