KI im Marketing: Warum Menschen entscheidend bleiben
- 09.06.2026
- News Studiengang
Verena Riedlmaier, Alumna und Dozentin der FH Kufstein Tirol, verbindet ihre Expertise aus Wissenschaft und Praxis, um aktuelle Entwicklungen im Marketing zwischen KI, Automatisierung und menschlicher Kreativität einzuordnen.
Verena Riedlmaier, Alumna und Dozentin der FH Kufstein Tirol sowie Marketingexpertin bei CUPRA Österreich, spricht über KI, Automatisierung und die Zukunft des Marketings – und warum technologische Innovation menschliche Kreativität und strategisches Denken nicht ersetzen kann.
Verena Riedlmaier, Alumna der FH Kufstein Tirol und Dozentin im Bereich Automotive Marketing an der FH Kufstein Tirol, spricht über aktuelle Trends in der Branche. Als Expertin für digitales Marketing bei CUPRA Österreich verbindet sie akademische Expertise mit wertvoller Praxiserfahrung. Im Fokus stehen Künstliche Intelligenz, neue Anforderungen an Marketer und die zentrale Frage, warum menschliche Kreativität trotz technologischer Fortschritte unverzichtbar bleibt.
Die Zukunft des Marketings zwischen Mensch und Maschine
Frau Riedlmaier unterrichtet an der FH Kufstein Tirol mit Schwerpunkt auf Marketing und Kommunikation. Ihre Leidenschaft für die Branche begann bereits im Alter von 17 Jahren während der Handelsakademie. Nach einer ersten Tätigkeit im Finanzwesen und dem anschließenden Studium im Bereich Marketing und Kommunikation fand sie ihre berufliche Heimat im Marketing. Besonders fasziniert sie, „wie stark Kommunikation die Wahrnehmung eines Unternehmens beeinflusst – sowohl intern als auch extern.“
In den vergangenen Jahren habe sich die Marketingwelt stark verändert. Künstliche Intelligenz vereinfache viele kreative Prozesse wie Ideenfindung oder Content Creation. Gleichzeitig sieht die Dozentin auch Risiken: „Viele Unternehmen setzen verstärkt auf Automatisierung, um Prozesse effizienter zu gestalten. Dabei besteht jedoch die Gefahr, kreative und strategische Kompetenzen zu vernachlässigen.“ Dennoch sei KI ein unverzichtbarer Bestandteil moderner Marketingstrategien geworden – etwa im Bereich Customer Relationship Management (CRM), wo KI-gestützte Systeme bereits heute direkten Kundenkontakt übernehmen.
Social Media, Influencer und neue Kompetenzen
Social Media ist laut Riedlmaier längst ein fixer Bestandteil des Marketingmixes. Besonders vertikale Videoformate und die Anpassung an neue Plattform-Trends prägen die Arbeit vieler Unternehmen. Auch Influencer-Marketing bleibt ihrer Ansicht nach langfristig relevant: „Es ist eine digitalisierte Form der Opinion-Leader-Theorie“, erklärt sie. Dabei unterscheide sich die Zusammenarbeit mit Influencern klar von jener mit Content Creators, die häufig selbstständiger agieren.
Für die Zukunft sieht Riedlmaier vor allem technologische und analytische Kompetenzen als entscheidend an. Künftige Marketer müssten verstehen, wie man KI-Prompts formuliert, Automatisierungsprozesse steuert und gleichzeitig fundiertes Marketingwissen einsetzt. „Technologische Unterstützung kann viele Prozesse erleichtern – entscheidend bleibt jedoch das Verständnis dafür, wie Marken Menschen authentisch erreichen.“
Praxisbezug und Motivation im Studium
Den Studiengang an der FH Kufstein Tirol bewertet Riedlmaier als ausgezeichnete Vorbereitung auf die Berufswelt. Besonders praxisnah seien Projektarbeiten, Gastvorträge und Exkursionen. Studierenden rät sie, möglichst viele praktische Erfahrungen zu sammeln: „Man sollte ausprobieren, was einem wirklich liegt, und Freude an der Arbeit entwickeln.“
Blickt man in die Zukunft, sieht Riedlmaier die größten Veränderungen durch neue Technologien wie KI, das Metaverse und virtuelle Realitäten. Für sie bleibt jedoch klar: Erfolgreiches Marketing entsteht dort, wo technologische Innovation auf menschliches Verständnis, Kreativität und strategisches Denken trifft. Ihr Rat an Studierende: „Finden Sie die Balance zwischen Spaß und Ernsthaftigkeit – und bleiben Sie offen für neue Entwicklungen.“