FH Kufstein Tirol regelt Umgang mit Künstlicher Intelligenz
- 14.04.2026
- Allgemein
Prof. (FH) Dr. Claudia van der Vorst, Vizerektorin der FH Kufstein Tirol, treibt die Entwicklung praxisnaher KI-Leitlinien für Studium, Lehre, Forschung und Verwaltung voran.
Wie geht eine Hochschule mit Künstlicher Intelligenz um? Die FH Kufstein Tirol gibt darauf eine klare Antwort: mit praxisnahen KI-Leitlinien, die unter der Leitung von Vizerektorin Prof. (FH) Dr. Claudia van der Vorst entwickelt wurden und Orientierung schaffen statt einschränken – für Studium, Lehre, Forschung und Verwaltung.
Mit der Entwicklung neuer KI-Leitlinien schafft die FH Kufstein Tirol einen klaren Rahmen für den verantwortungsvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Studium, Lehre, Forschung und Servicebereichen. Federführend umgesetzt wurde das Projekt von Vizerektorin Prof. (FH) Dr. Claudia van der Vorst gemeinsam mit einem interdisziplinären Team. Unterstützt wurde das Projekt zudem vom KI-Kompetenzzentrum der International Business School der FH Kufstein Tirol unter der Leitung von Dr. Juliane Sigl.
Ausgangspunkt war die dynamische Entwicklung im Bereich der Künstlichen Intelligenz sowie der steigende Bedarf nach Orientierung innerhalb der Hochschule. Ziel der Leitlinien ist es, Chancen bewusst zu nutzen, Risiken transparent zu adressieren und einen reflektierten Umgang mit KI zu fördern. „Wir haben gesehen, dass es klare Leitplanken braucht, die im Alltag wirklich helfen und nicht nur auf strategischer Ebene existieren“, erklärt van der Vorst.
[...] Unser Ziel ist es, Kompetenzen aufzubauen und einen reflektierten Umgang mit KI zu fördern.
Prof. (FH) Dr. Claudia van der Vorst
Vizerektorin
Orientierung statt Verbot
Die FH Kufstein Tirol verfolgt dabei bewusst einen offenen Zugang: KI wird nicht pauschal eingeschränkt, sondern als Werkzeug verstanden, das verantwortungsvoll eingesetzt werden soll.
„Ein generelles Verbot wäre weder sinnvoll noch realistisch. Unser Ziel ist es, Kompetenzen aufzubauen und einen reflektierten Umgang mit KI zu fördern“, so van der Vorst.
Die Leitlinien verbinden strategische Zielsetzungen mit konkreten Handlungsempfehlungen und orientieren sich an rechtlichen Rahmenbedingungen wie dem EU AI Act sowie an zentralen Prinzipien wie Datenschutz, Transparenz und Fairness.
KI in Studium, Lehre, Forschung und Verwaltung
Die Leitlinien richten sich bewusst an alle Bereiche der Hochschule:
- Studium: KI unterstützt den Lernprozess, ersetzt aber nicht die Eigenleistung.
- Lehre: Einsatz als didaktisches Werkzeug mit klarer Transparenz gegenüber Studierenden.
- Forschung: Nutzung im Einklang mit wissenschaftlicher Praxis und Nachvollziehbarkeit.
- Servicebereiche: Effizienzsteigerung bei klar geregelter Verantwortung.
Damit schafft die FH Kufstein Tirol eine gemeinsame Grundlage für den Umgang mit KI über alle Organisationseinheiten hinweg.
Vom Strategiepapier zur gelebten Praxis
Ein besonderer Fokus lag darauf, die Inhalte verständlich und zugänglich aufzubereiten. Aus zahlreichen bestehenden Dokumenten wurde eine kompakte und praxisnahe Struktur entwickelt.
Dabei spielte auch das Marketing-Team eine zentrale Rolle: Gemeinsam mit Head of Marketing Christine Haage und Content Development Expert Christina Bernhart wurden die Inhalte strukturiert, verdichtet und in eine Form gebracht, die auf der FH-Website leicht auffindbar und im Alltag nutzbar ist. „Es war uns wichtig, die Leitlinien so aufzubereiten, dass sie wirklich verstanden und angewendet werden können“, betont van der Vorst.
Dynamisch statt statisch
Ein wesentliches Merkmal der Leitlinien ist ihr bewusst offener Charakter. Sie verstehen sich nicht als starres Regelwerk, sondern als laufend weiterentwickeltes Orientierungsinstrument. „Die größte Herausforderung ist die Geschwindigkeit. Was heute gilt, kann in wenigen Monaten schon wieder anders aussehen – deshalb müssen wir kontinuierlich nachschärfen“, so van der Vorst.
Ein gemeinsamer Lernprozess
Mit den KI-Leitlinien setzt die FH Kufstein Tirol einen wichtigen Schritt in Richtung einer reflektierten und zukunftsorientierten Nutzung von Künstlicher Intelligenz. Gleichzeitig versteht sich das Projekt als Ausgangspunkt für einen kontinuierlichen Entwicklungsprozess.
Der Fokus liegt dabei nicht nur auf Regeln, sondern vor allem auf Befähigung: Studierende, Lehrende und Mitarbeitende sollen KI aktiv, kritisch und verantwortungsvoll nutzen können. Oder wie es van der Vorst zusammenfasst: „Künstliche Intelligenz ist kein Zukunftsthema mehr – sie ist Teil unseres Alltags. Entscheidend ist, wie wir damit umgehen.“
Links:
- KI-Leitlinie | Website
- KI-Kompetenzzentrum Kufstein | Website