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Lesung und Kulinarik verbinden Kulturen in Kufstein

  • 17.07.2026
  • Praxisprojekt
Küchengeschichten mit Omar Khir Alanam und ein Selfie mit allen Gästen.
© NIJO PHOTOGRAPHY

Begegnung auf Augenhöhe: Das gemeinsame orientalische Essen bot den Gästen und dem Organisationsteam Raum für Austausch, Dialog und ein lachendes Miteinander.

Am 23. Juni 2026 fand das Event Kulturerlebnis: Omar Khir Alanam – Lesung & Küchengeschichten an der Kufsteiner Hochschule statt. Bei freiem Eintritt boten eine Lesung von Omar Khir Alanam und im Anschluss ein gemeinsames orientalisches Essen Raum für Austausch und offenen Dialog.

Im Rahmen eines Praxisprojekts luden sechs Studentinnen des Bachelorstudiengangs Sport-, Kultur & Veranstaltungsmanagement zu einem interaktiven Abend rund um die Themen Migration, Identität und Zusammenleben ein. In Kooperation mit dem Verein Zeitfrei und der Stadt Kufstein entstand ein besonderes Veranstaltungsformat im Hochschulgebäude. Der syrisch-österreichische Autor, Speaker und Trainer Omar Khir Alanam wurde mit seinen Büchern über seine Fluchtgeschichte sowie die kulturellen Unterschiede zwischen Österreich und seiner syrischen Heimat einem breiten Publikum bekannt. Durch ausgewählte Texte gab er dabei sehr persönliche Einblicke in seine Erfahrungen von Flucht, Ankommen und Heimat. Bereits in d ersten Programmhälfte entstand eine direkte, emotionale Verbindung zum Publikum, die neue Perspektiven eröffnete.

Kulinarische Brücken und traditionelle syrische Küche

Ein zentraler Programmpunkt waren die anschließenden Küchengeschichten, bei denen die kulinarische Begegnung im Fokus stand. Das orientalische Catering stammte von Ammar Ali, der ursprünglich aus Hacemater in Nordsyrien kommt. Als ehemaliger Chefkoch namhafter Restaurants in Damaskus versteht er es, über den Tellerrand hinaus zu kochen. Er servierte an der gemeinsamen Tafel traditionelle Speisen wie Hummus, Mhammara, Mfarakeh, Motabel, gefüllte Weinblätter, arabisches Fladenbrot und Baklava. Die persönlichen Erzählungen der Akteure ergänzten die kulinarischen Eindrücke perfekt: Im Gespräch zwischen Omar und Ammar wurde deutlich, dass beide die Leidenschaft teilen, mit ihren Familien zu kochen. Sie verdeutlichten, wie vielseitig die orientalische Küche ist, auch wenn identische Gerichte in verschiedenen Ländern oft andere Namen tragen oder unterschiedlich gewürzt werden. Das gemeinsame Essen an der Tafel schuf eine ungezwungene Atmosphäre. Kulturelle Unterschiede wurden von den Gästen nicht als Trennung, sondern als Bereicherung und Anlass für gegenseitiges Kennenlernen erlebt. 

Brücken bauen durch Zuhören und Erleben

„Durch Zuhören, Teilen und gemeinsames Erleben können wir Vorurteile überwinden und echte Nähe schaffen“, betonte Omar Khir Alanam während der Veranstaltung. Die Moderation des Abends übernahm die Studentin Laura Serra, die auch Teil des Organisationsteams war. Das studentische Projektteam blickt stolz auf das gelungene Event zurück: „Es war für uns eine Bereicherung zu sehen, wie fremde Menschen an einem Tisch durch Essen und Geschichten zusammenfanden und Vorurteile einfach verflogen“, erklärt das Organisationsteam. 

Das Praxisprojekt wurde von den Studierenden Sophia Bauer, Sarah Gross, Miriam Franke, Karin Pontasch, Anna Sadlstadter und Laura Serra im Rahmen des Studiengangs Sport-, Kultur- und Veranstaltungsmanagement organisiert und durchgeführt.

 

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Dieser Artikel wurde von Studierenden des Vollzeit-Bachelorstudiengangs Sport-, Kultur- & Veranstaltungsmanagement im Rahmen ihres Praxisprojekts verfasst.