KI-Kompetenzzentrum: Juliane Sigl setzt neue Impulse
- 10.04.2026
- Allgemein
Dr. Juliane Sigl, Leiterin des KI-Kompetenzzentrums Kufstein.
Mit Dr. Juliane Sigl hat eine erfahrene KI-Expertin die Leitung des KI-Kompetenzzentrums Kufstein übernommen. Ihr Ziel: Künstliche Intelligenz für Unternehmen greifbar machen – praxisnah, gemeinschaftlich und mit Fokus auf echte Anwendungsfälle.
Das an der International Business School der FH Kufstein Tirol angesiedelte KI-Kompetenzzentrum steht seit Kurzem unter der Verantwortung von Dr. Juliane Sigl. Die promovierte Mathematikerin und Informatikerin bringt Erfahrung aus Forschung, Industrie und Startup-Welt mit – und setzt klar auf Praxisnähe.
„Ich finde die Verbindung aus Technologie, Wirtschaft und Menschen äußerst spannend – gerade an der Schnittstelle zwischen Forschung und wirtschaftlicher Praxis“, so Sigl.
Konkreter Nutzen für Unternehmen
Das Angebot richtet sich vor allem an kleine und mittlere Unternehmen aus der Region, die sich fragen: Wo bringt KI in meinem Betrieb überhaupt etwas – und wie fange ich an?
Genau hier setzt das Kompetenzzentrum an. Unternehmen können eigene Fragestellungen einbringen, gemeinsam mit Expert:innen und Studierenden erste Lösungen entwickeln und diese direkt ausprobieren.
„Wir wollen das Thema aus der Abstraktion rausholen – hin zum Erleben“, erklärt Sigl. „Es geht darum, konkrete Anwendungsfälle zu finden und zu testen – nicht nur darüber zu reden.“
Der Austausch mit anderen Unternehmen spielt dabei eine wichtige Rolle: Wer sieht, wie andere ähnliche Herausforderungen lösen, findet oft schneller eigene Ansatzpunkte.
Es geht darum, konkrete Anwendungsfälle zu finden und zu testen – nicht nur darüber zu reden.
Dr. Juliane Sigl
Leiterin KI-Kompetenzzentrum Kufstein
Einfach starten – und daraus lernen
Viele Unternehmen beginnen mit überschaubaren Projekten – etwa in der Automatisierung von Abläufen oder bei der Nutzung von Daten. Daraus entsteht Schritt für Schritt ein besseres Verständnis dafür, wo KI wirklich Mehrwert bringt.
„Am Anfang steht oft die Frage: Was ist überhaupt möglich? Wenn man erste Erfahrungen gesammelt hat, wird der Blick automatisch strategischer“, so Sigl.
Wichtig ist dabei: Es geht nicht darum, sofort große Lösungen umzusetzen, sondern gezielt zu testen, was im eigenen Unternehmen funktioniert.
Auch an der FH Kufstein Tirol selbst wird dieser niederschwellige Zugang aktiv umgesetzt: Seit März kommt mit „meinGPT“ eine KI-Plattform zum Einsatz, die Mitarbeitenden einen einfachen und sicheren Einstieg in die Anwendung ermöglicht. Durch vorkonfigurierte Assistenten, Teamfunktionen und den Zugriff auf verschiedene KI-Modelle können erste Anwendungsfälle direkt im Arbeitsalltag erprobt werden.
Menschen mitnehmen, nicht überfordern
Neben technischen Fragen stehen auch organisatorische und menschliche Aspekte im Fokus. Gerade bei neuen Technologien entstehen oft Unsicherheiten im Team.
„Menschen, die kompetent mit KI umgehen, haben viel weniger Angst davor“, betont Sigl. Deshalb setzt das Kompetenzzentrum auf verständliche Zugänge, klare Rahmenbedingungen und gemeinsames Lernen.
Ihr Zugang ist klar: „Man muss echte Probleme lösen – nicht einfach ein Tool einsetzen.“
Links:
- KI-Kompetenzzentrum Kufstein | Website