Studierende im Einsatz für eine Wirkungsanalyse des ESC 2026
- 15.07.2026
- Praxisprojekt
Stadthalle: Fans nutzten das Merchandise-Angebot vor der Show in vollem Umfang.
Mitten im Geschehen beim Eurovision Song Contest: Acht Studierende der FH Kufstein Tirol unterstützten im Rahmen ihres Praxisprojekts eine empirische Studie zum inter-nationalen Großevent.
Von 11. bis 16. Mai 2026 war Wien Schauplatz der 70. Ausgabe des Eurovision Song Contests, eines der größten Musik- und Medienereignisse Europas. Um die wirtschaftlichen und touristischen Effekte dieses Großevents fundiert zu analysieren, wurde im Auftrag von ORF und Stadt Wien eine wissenschaftliche Begleitstudie durchgeführt. Mit der Umsetzung waren die Marktforschungsagentur marketmind in Kooperation mit dem Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) beauftragt.
In dieses Projekt war ebenfalls die Kufsteiner Hochschule eingebunden: Im Rahmen eines Praxisprojekts im Sommersemester 2026 unterstützten Studierende des berufsbegleitenden Masterstudiengangs Sport-, Kultur- & Veranstaltungsmanagement die Marktforschungsagentur marketmind bei der Durchführung einer Umfrage sowie bei der Datenerhebung vor Ort.
Die Mitarbeit beim Eurovision Song Contest war eine einmalige Gelegenheit. [...] umso toller war es, nicht nur dabei zu sein, sondern aktiv mitarbeiten zu dürfen.
Das Praxisprojektteam
Von 13. bis 16. Mai 2026 waren dafür acht Studierende täglich von 12:00 bis 22:00 Uhr an zentralen Standorten in Wien im Einsatz, darunter das Village am Rathausplatz, der Innen- und Außenbereich der Stadthalle sowie ausgewählte Bezirke der Innenstadt. Auf diese Weise waren sie mitten im Geschehen und leisteten zugleich einen wertvollen Beitrag zur Datengrundlage der Wirkungsanalyse des ESC Wien 2026.
Erste Einblicke in Forschung und Praxis
Bereits in der Vorbereitungsphase erhielten die Studierenden spannende Einblicke in die Abläufe hinter den Kulissen eines Events dieser Größenordnung. In Briefings durch ORF, WIFO und marketmind lernten sie nicht nur die methodischen Grundlagen der empirischen Forschung kennen, sondern auch die Anforderungen, die Auftraggeber:innen und Institutionen an professionelle Datenerhebungen stellen.
Im Mittelpunkt der Erhebung standen nationale und internationale Gäste mit Wohnsitz außerhalb Wiens. Mit persönlichen Interviews per Tablet und QR-Code-Karten für die Online-Teilnahme sammelten die Studierenden Daten zu Anreise, Mobilität, Ausgabeverhalten und touristischem Aufenthalt. Der Austausch mit Besucher:innen aus aller Welt erforderte dabei Kommunikationsstärke, Flexibilität und ein professionelles Auftreten.
Vor Ort erlebt man erst, wie viel Technik, Koordination und Teamarbeit notwendig sind, um eine Show dieser Dimension umzusetzen.
Das Praxisprojektteam
Einblicke hinter die Kulissen eines internationalen Großevents
Neben der fachlichen Arbeit bot das Praxisprojekt vor allem eines: echte Praxiserfahrung im professionellen Umfeld eines internationalen Großevents. Die Studierenden knüpften wertvolle Kontakte und erlebten aus erster Hand, wie interdisziplinäre Zusammenarbeit bei Großveranstaltungen funktioniert.
„Die Mitarbeit beim Eurovision Song Contest war eine einmalige Gelegenheit. Wer weiß schon, wann ein Event dieser Größenordnung wieder nach Österreich kommt – umso toller war es, nicht nur dabei zu sein, sondern aktiv mitarbeiten zu dürfen“, resümiert das Praxisprojektteam. Auch die Shows selbst waren ein besonderes Highlight: „Vor Ort erlebt man erst, wie viel Technik, Koordination und Teamarbeit notwendig sind, um eine Show dieser Dimension umzusetzen. Umso beeindruckender war es, dass alles so reibungslos ablief und im Fernsehen eine perfekt abgestimmte Show zu sehen war, hinter der eine enorme Vorbereitung steckt.“
Insgesamt unterstreicht das Praxisprojekt den hohen Stellenwert praxisnaher Lehre im Masterstudiengang Sport‑, Kultur‑ & Veranstaltungsmanagement an der FH Kufstein Tirol. Erfahrungen dieser Art schaffen wertvolle Orientierung für den weiteren beruflichen Weg und bleiben weit über das Studium hinaus prägend.