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All inclusive: Menschen mit Behinderung sprechen Klartext

  • 23.03.2026
  • Praxisprojekt
Podiumsgespräch mit Speaker*innen Marianne Hengl, Julia Porzelt, Günter Knoll und Moderatorin Barabara Plank.
© FH Kufstein Tirol

Podiumsgespräch mit Speaker*innen Marianne Hengl, Julia Porzelt, Günter Knoll und Moderatorin Barabara Plank (v.l.n.r.)

Das erfolgreiche Format Kulturerlebnis lud erneut zum Austausch ein. Unter dem Titel All inclusive: Menschen mit Behinderung sprechen Klartext, setzten Studierende ein deutliches Zeichen für Integration, Solidarität und den offenen Austausch zwischen Menschen mit und ohne Behinderung.

Am 21. Jänner 2026 luden Studierende des Studiengangs Sport-, Kultur- & Veranstaltungsmanagement (SKVM) der FH Kufstein Tirol im Rahmen ihres Praxisprojekts Kulturerlebnis 2026 zu einem inklusiven Podiumsgespräch zum Thema Inklusion ein. Im Festsaal der Hochschule berichteten Expertinnen und Betroffene über persönliche Erfahrungen, diskutierten gesellschaftliche Herausforderungen und ermöglichten mit Dolmetschungen in Gebärden-, Schrift- und Leichter Sprache eine barrierefreie Teilnahme für über 80 Besucherinnen.

„Es geht darum, den Menschen zuerst zu sehen und nicht die Behinderung. Nur so kann echtes Miteinander entstehen“, sagt ÖZIV Obmann Michael Knaus.

Es geht darum, den Menschen zuerst zu sehen und nicht die Behinderung. Nur so kann echtes Miteinander entstehen.

Michael Knaus

ÖZIV Obmann

Ziel der Veranstaltung war es, Barrieren sichtbar zu machen und den offenen Austausch zwischen Menschen mit und ohne Behinderung zu fördern. 

Offener Austausch, persönliche Einblicke und klare Botschaften

Im Mittelpunkt des Abends stand ein Podiumsgespräch mit Marianne Hengel (Obfrau Verein RollOn Austria), Julia Porzelt (Para-Reiterin) und Günter Knoll (ÖZIV), moderiert von Barbara Plank. Die Gäst:innen gewährten persönliche Einblicke in ihren Alltag, teilten Erfahrungen und formulierten klare Botschaften an Gesellschaft, Politik und Kultur. 

Gäste, Mitglieder des Praxisprojekts und Moderatorin auf der Bühne im Festsaal der FH Kufstein Tirol.
© FH Kufstein Tirol

Nach dem Podiumsgespräch gab es zum Abschluss noch ein gemeinsames Gruppenfoto mit der Praxisprojektgruppe und Moderatorin.

Sensibilisierungsparcours als Perspektivenwechsel

Im Anschluss an das Podiumsgespräch lud der Verein ÖZIV, der sich für Selbstbestimmung, Gleichstellung und Inklusion von Menschen mit Behinderungen einsetzt, zu einem Sensibilisierungsparcours ein. Besucher:innen konnten Rollstuhlfahrten ausprobieren oder Alltagssituationen mit eingeschränktem Sehvermögen erleben – ein unmittelbarer Perspektivenwechsel, der Barrieren im Alltag spürbar machte. Abgerundet wurde der Abend durch ein Catering regionaler Partner, während ein Beitrag beim Regionalsender KBTV die Veranstaltung zusätzlich einem breiteren Publikum präsentierte.

Der Abend machte eindrucksvoll sichtbar, wie gelebte Inklusion funktionieren kann: durch Austausch, gegenseitiges Verständnis und das bewusste Erleben von Barrieren. Für die Studierenden war das  Kulturerlebnis 2026 damit ein gelungenes Praxisprojekt, das Theorie und gelebte Praxis auf beeindruckende Weise verband.


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Dieser Artikel wurde von Studierenden des Studiengangs Sport-, Kultur- & Veranstaltungsmanagement im Rahmen eines Praxisprojekts verfasst.