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Fundraising-Strategie für Chill Austria & Germany

  • 04.03.2026
  • Praxisprojekt
Studierende mit Louis Moustakas und die Auftraggeber von CHILL stehen für ein Gruppenfoto zusammen.
© A. Herzog

Studierende des Masterstudiengangs Sport-, Kultur- & Veranstaltungsmanagement der FH Kufstein Tirol gemeinsam mit Projektbetreuung und Vertreter:innen von Chill bei der Abschlusspräsentation in Innsbruck.

Wie lassen sich soziale Sportprogramme langfristig finanzieren, wenn Förderlandschaften immer komplexer werden? Genau dieser Frage widmete sich ein Praxisprojekt an der FH Kufstein Tirol. Studierende entwickelten dabei eine fundierte Fundraising-Strategie für die Programme von Chill in Österreich und Deutschland.

Am 30. Jänner 2026 präsentierten Studierende des berufsbegleitenden Masterstudiengangs Sport-, Kultur- & Veranstaltungsmanagement der FH Kufstein Tirol im Flagship Store von Burton Snowboards in Innsbruck die Ergebnisse ihres Praxisprojekts mit der Chill Foundation.

Von Oktober 2025 bis Januar 2026 analysierte ein vierköpfiges Projektteam systematisch potenzielle Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten für Chill Austria und Chill Germany. Ziel war es, eine strategische Grundlage zu entwickeln, um die Programme der Organisation langfristig finanziell abzusichern.

FACTBOX: WAS IST CHILL?

Die Chill Foundation ist eine international tätige Non-Profit-Organisation, die junge Menschen durch Boardsportprogramme stärkt. Gegründet wurde sie 1995 von Donna und Jake Burton Carpenter, den Gründer:innen von Burton Snowboards. Ihr Ansatz verbindet sportliche Aktivitäten wie Snowboarden, Skateboarden oder andere Boardsportarten mit gezielten Programmen zur Persönlichkeitsentwicklung. Ziel ist es, Jugendlichen Selbstvertrauen, soziale Kompetenzen und neue Perspektiven zu vermitteln. 

Auch in Europa ist die Organisation aktiv:

  • Chill Austria wurde 2008 in Kooperation mit Burton Europe gegründet und organisiert unter anderem Snowboard- und Skateprogramme rund um Innsbruck in Zusammenarbeit mit sozialen Einrichtungen.
  • Chill Germany startete 2022 und bietet Winterprogramme für Jugendliche aus Deutschland an. 

Recherche in einem komplexen Förderumfeld

Die Finanzierung sozialer Sportprogramme stellt viele Non-Profit-Organisationen vor Herausforderungen. Förderlandschaften sind häufig fragmentiert, Zuständigkeiten verteilen sich auf unterschiedliche Ebenen und die Anforderungen an Förderanträge steigen stetig.

Vor diesem Hintergrund untersuchte das Projektteam Fördermöglichkeiten aus den Bereichen Sport, Jugend, Bildung und Soziales in Österreich und Deutschland. Analysiert wurden unter anderem:

  • Förderkriterien und Förderschwerpunkte
  • regionale Zuständigkeiten
  • thematische Passung zu den Programmen und Werten von Chill

Die Recherche basierte auf Literatur- und Internetanalysen sowie auf der Auswertung interner Unterlagen der Organisation. Alle Ergebnisse wurden in einer einheitlichen Struktur dokumentiert und anhand definierter Kriterien bewertet, um eine vergleichbare Entscheidungsgrundlage zu schaffen.

Konkrete Instrumente für die strategische Fundraising-Arbeit

Als zentrales Ergebnis des Projekts entstand eine strukturierte Förderdatenbank, die potenzielle Förderprogramme übersichtlich zusammenfasst. Ergänzend entwickelte das Team:

  • eine Priorisierungsmatrix zur Bewertung der Fördermöglichkeiten
  • ein Strategie-Memo mit konkreten Handlungsempfehlungen

Diese Instrumente sollen Chill künftig dabei unterstützen, Förderaktivitäten gezielt zu planen und vorhandene Ressourcen effizient einzusetzen.

Die Studierenden zeigten bemerkenswerte Tiefe [...]. Die daraus entstandene Datenbank und das Strategie-Memo werden für Chill Austria eine echte Fundgrube sein, während wir in die nächste Phase unserer Arbeit übergehen.

Anne-Laure Pernée

Director von Chill Europe

Präsentation der Ergebnisse in Innsbruck

Den Abschluss des Praxisprojekts bildete die Präsentation der Ergebnisse Ende Januar 2026 im Flagship Store von Burton Snowboards in Innsbruck.

Im Rahmen der Veranstaltung stellten die Studierenden ihre Analysen vor und diskutierten die Ergebnisse gemeinsam mit Vertreter:innen von Chill. Zu den Teilnehmenden vor Ort zählten unter anderem:

  • Hermann Kapferer (Vice President von Chill Austria)
  • Reinhard Schramm (Kassier von Chill Austria und ehemaliger Finanzdirektor von Burton Snowboards)
  • Bene Pelikan (Managing Director von Burton Snowboards)

Online zugeschaltet waren zudem Micha Schmid (Development Coordinator von Chill Europe) sowie Anne-Laure Pernée (Director von Chill Europe), die das Projekt während der gesamten Laufzeit begleitet hatte.

Pernée betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit:„Die Zusammenarbeit mit dem Projektteam der FH Kufstein war herausragend. Die Studierenden zeigten bemerkenswerte Tiefe, Professionalität und eine außergewöhnliche Fähigkeit, unsere Anforderungen in einen klar strukturierten Ansatz für die Fundraising-Marktanalyse zu übersetzen. Die daraus entstandene Datenbank und das Strategie-Memo werden für Chill Austria eine echte Fundgrube sein, während wir in die nächste Phase unserer Arbeit übergehen.“

Der direkte Austausch während der Abschlussveranstaltung ermöglichte eine gemeinsame Einordnung der Ergebnisse und zeigte zugleich das Potenzial der entwickelten Instrumente für die zukünftige strategische Arbeit von Chill.

 

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Dieser Artikel wurde von Studierenden des berufsbegleitenden Masterstudiengangs Sport-, Kultur- & Veranstaltungsmanagement im Rahmen ihres Praxisprojekts verfasst.