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Alles für Mikaela Shiffrin: FH-Studentin erobert Social Media

  • 09.02.2026
  • News Studiengang
Zwei Frauen lehnen ihre Köpfe aneinander und lachen in die Kamera.
© Privat

Was online begann, wurde real: Gina Salevsky und Mikaela Shiffrin auf der Piste.

37.000 Follower, echte Nähe zu Mikaela Shiffrin und ein Studium als Sprungbrett: Wie Gina Salevsky Fanarbeit in Karrierechancen verwandelte.

Was mit persönlicher Begeisterung begann, entwickelte sich für Gina Salevsky zu einem professionellen Social-Media-Projekt mit internationaler Reichweite – und zu einer wertvollen Grundlage für ihre akademische und berufliche Laufbahn. Die Studentin des Bachelorstudiengangs Marketing & Kommunikationsmanagement an der FH Kufstein Tirol ist Mitgründerin des weltweit ersten offiziellen Fanclubs von Skistar Mikaela Shiffrin und verantwortet heute einen Instagram-Kanal mit über 43.000 Followern.

Der Ausgangspunkt war ein einfacher Gedanke: Wie kann es sein, dass eine Athletin mit weltweiter Strahlkraft keinen dauerhaft organisierten Fanclub hat? Gemeinsam mit einer Freundin gründete Gina 2019 den Fanclub, getragen von echter Wertschätzung für den Menschen hinter der sportlichen Ausnahmeleistung. Der dazugehörige Instagram-Account war zunächst als begleitendes Kommunikationsmittel gedacht, entwickelte jedoch rasch eine eigene Dynamik.

Mit Blick auf die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand-Cortina bekommt diese Arbeit zusätzliche Aktualität: Mikaela Shiffrin wird dort erneut im Fokus der internationalen Sportöffentlichkeit stehen – und damit auch jene digitalen Kanäle, die ihre Leistungen und ihre Persönlichkeit für eine weltweite Community begleiten. Gerade rund um Olympia zeigt sich besonders deutlich, wie wichtig strategische Social-Media-Kommunikation für die Wahrnehmung von Spitzensport geworden ist.

Praxisprojekt mit wachsendem Anspruch

Als Gina Ende 2021 verstärkt in die inhaltliche und visuelle Gestaltung einstieg, brachte sie autodidaktisch erlernte Kenntnisse in Editing und Grafikdesign ein. Schritt für Schritt wurde der Auftritt professioneller: Die Bildsprache gewann an Klarheit, Inhalte folgten einer Strategie, Formate wurden geplant und weiterentwickelt. Besonders wichtig war ihr dabei ein respektvoller, authentischer Zugang – fernab übersteigerten Fanverhaltens, mit klarem Qualitätsanspruch.

Dass sich daraus ein reichweitenstarker Kanal entwickeln würde, war zunächst nicht absehbar. Heute zeigt das Projekt eindrucksvoll, welches Potenzial entsteht, wenn Leidenschaft konsequent weiterentwickelt wird. Der Account ist längst mehr als Fanarbeit – er ist ein reales Social-Media-Labor.

Marketing & Kommunikationsmanagement als Lernverstärker

Parallel zu ihrem Engagement absolviert Gina das Bachelorstudium Marketing & Kommunikationsmanagement. Inhalte wie digitale Kommunikation, Zielgruppenanalyse, Medienproduktion oder strategisches Storytelling waren für sie nicht nur Theorie, sondern unmittelbar gelebte Praxis. Während viele Studierende mit simulierten Kampagnen arbeiten, agierte Gina mit einer realen Community, die direkt auf Entscheidungen reagiert.

Sie analysierte Reichweiten, beobachtete Veränderungen im Nutzerverhalten rund um sportliche Ereignisse und entwickelte Content-Strategien unter realen Bedingungen. Mehrere ihrer praktischen Kompetenzen konnte sie sich im Studium anrechnen lassen. Der Fanaccount dient zudem regelmäßig als Fallbeispiel in Lehrveranstaltungen und Projektarbeiten – als Brücke zwischen wissenschaftlichem Fundament und praktischer Anwendung.

Karrierechancen durch Sichtbarkeit und Vertrauen

Mit der zunehmenden Professionalität wurde Gina auch für Unternehmen im Sportmarketing sichtbar. Ihre Fähigkeiten in den Bereichen Editing, Storytelling, Community-Management und Krisenkommunikation entsprechen genau jenen Anforderungen, die in der Branche gefragt sind. Besonders außergewöhnlich ist dabei, dass sich Gina und Mikaela Shiffrin über die Jahre persönlich kennengelernt haben – eine Beziehung, die auf Vertrauen basiert und ihrer Arbeit zusätzliche Glaubwürdigkeit verleiht.

Diese Nähe ermöglichte bereits gemeinsame Content-Produktionen, darunter Gewinnspielvideos und Trainingseinblicke. Solche Projekte verbinden persönliche Leidenschaft mit professioneller Verantwortung und markierten für Gina wichtige Meilensteine. Gleichzeitig wuchs ihr Netzwerk im Sportumfeld: Medienteams, Fotografinnen und Fotografen sowie weitere Akteure kennen sie inzwischen persönlich – ein langfristiger Vorteil für ihre berufliche Positionierung.

Zwischen Verantwortung und persönlicher Leidenschaft

Der Erfolg bringt auch Herausforderungen mit sich. Der Account erfordert wöchentlich zwischen zehn und zwanzig Stunden Planung, Pflege und Content-Produktion. Besonders an Rennwochenenden ist die Balance anspruchsvoll: Emotionen live zu erleben und gleichzeitig hochwertigen Content in Echtzeit zu liefern, verlangt Disziplin und Organisation.

Hinzu kommen steigende Erwartungen der Community, Anfragen nach Fanartikeln oder Kontaktwünschen. Hier klare Grenzen zu setzen und dennoch professionell zu kommunizieren, ist Teil des Lernprozesses. Auch Themen wie Copyright, Bildrechte und Markenverantwortung spielen eine zentrale Rolle.

Trotzdem überwiegt für Gina die positive Seite: neue Freundschaften, internationale Erfahrungen und ein Projekt, das weit über ein Hobby hinausgeht. Ihr Weg zeigt eindrucksvoll, wie persönliches Engagement, akademische Ausbildung und berufliche Chancen ineinandergreifen können – und wie aus Begeisterung echte Kompetenz entsteht.

 

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Dieser Artikel wurde von Studierenden des Studiengangs Marketing & Kommunikationsmanagement im Rahmen eines Praxisprojekts verfasst.