ERP-Studienreise nach Dublin: Geheimtipp für Tech und Kultur
- 20.07.2026
- International
Studierende besuchen Salesforce in Dublin und erhalten vor Ort spannende Einblicke in das Unternehmen.
Von internationalen Tech-Unternehmen bis zu renommierten Hochschulen: Die Studienreise nach Dublin führte die Studierenden des Masterstudiengangs ERP-Systeme & Geschäftsprozessmanagement an zentrale Schauplätze globaler Wirtschaft, akademischen Austauschs und irischer Kultur.
Was im Studium häufig theoretisch als Prozess, System oder Organisationsmodell behandelt wird, zeigte sich in Dublin ganz praktisch. Die diesjährige Studienreise des Masters ERP-Systeme & Geschäftsprozessmanagement führte die Studierenden vom 15. bis 18. Juni in jene irische Hauptstadt, die sich längst als europäisches Zentrum zahlreicher amerikanischer Tech-Konzerne etabliert hat. Zwischen internationaler Wirtschaft, digitalen Arbeitswelten und akademischem Austausch wurde die Stadt so zu einem Lernraum mit unmittelbarem Praxisbezug.
Einblicke in Dublins Wirtschaft und Tech-Unternehmen
Der fachliche Blick begann bereits mit einem Besuch der Aussenhandelsstelle Advantage Austria. Dort erhielten die Studierenden nicht nur einen Überblick über die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Irland und Österreich, sondern auch ein Gespür dafür, wie eng internationale Märkte miteinander verflochten sind. Wirtschaftsdelegierter Mag. Garcias berichtete aus seiner Praxis und zeigte, wie er Unternehmen im Ausland bei Veranstaltungen begleitet, Kontakte aufbaut und wirtschaftliche Entwicklungen beobachtet. Damit wurde gleich zu Beginn deutlich, dass globale Geschäftsprozesse nicht abstrakt bleiben, sondern von Menschen, Netzwerken und Entscheidungen getragen werden. Dabei ermutige er die Studierenden selbst Job-Erfahrungen im Ausland zu machen.
Von diesem Einstieg führte die Reise direkt dorthin, wo digitale Wirtschaft in Dublin besonders sichtbar wird: in die internationalen Tech-Unternehmen der Stadt. Irland hat sich in den vergangenen Jahren als bedeutender Standort für multinationale Konzerne etabliert. Neben Sprache, EU-Mitgliedschaft und steuerlichen Rahmenbedingungen spielt dabei vor allem die Verfügbarkeit gut ausgebildeter Fachkräfte eine zentrale Rolle.
Wie sich solche Standortvorteile im Unternehmensalltag niederschlagen, zeigte der Besuch bei Salesforce, dem Marktführer für Vertriebssoftware mit Sitz in San Francisco. Schon der erste Eindruck in dem neuen Gebäude direkt an den alten Docks ist überwältigend. Die bekannten offenen Büroflächen mit individuellen Rückzugsorten, gratis Verpflegung, tolle Kolleg:innen erzeugen ein angenehme Arbeitsumgebung für die knapp 3000, meist jüngeren Mitarbeitenden. Die Studierenden wurden sehr herzlich vom Salesteam für EMEA aufgenommen und erhielten einen Überblick der neuesten Produktentwicklungen unter dem Stichwort Agentic Enterprise.
Ein ähnliches Bild bot auch der Besuch bei LinkedIn. Dort stand nicht nur die Arbeit in einem global tätigen Unternehmen im Mittelpunkt, sondern auch die Frage, unter welchen Rahmenbedingungen solche Organisationen funktionieren. Im Gespräch mit Mitarbeitenden ging es um Karrierewege, internationale Mobilität und die Dynamik eines Arbeitsmarkts, in dem Wechsel zwischen großen Tech-Unternehmen keine Ausnahme sind. Gleichzeitig rückten mit den hohen Wohnkosten in Dublin auch jene Standortfaktoren in den Fokus, die den beruflichen Alltag begleiten.
Akademische Impulse und kulturelle Eindrücke
Neben den Einblicken in Unternehmen und Wirtschaft bot die Studienreise auch Raum für akademischen Austausch. Mit Marc Gallagher gestaltete ein der FH Kufstein Tirol bereits verbundener Professor einen Programmpunkt zur irischen Geschichte und Kultur. Eine Führung durch das Trinity College sowie der Besuch der Universität Maynooth mit einer Vorlesung zum Thema temporary organisation rundeten das akademische Programm ab.
Der Blick richtete sich im weiteren Verlauf der Reise auch auf die Stadt selbst und ihre kulturellen Besonderheiten. Eine dreistündige Walking Tour durch das neue Tech-Viertel machte die städtebauliche Entwicklung Dublins in den vergangenen Jahren ebenso sichtbar wie die Bemühungen, den öffentlichen Verkehr zu stärken. Eine anschließende Stärkung bot der Besuch der Guinness-Brauerei, auch wenn deren Geschmack nicht alle Studierenden überzeugte.