Menu

La Dolce Vita trifft KI: Studienreise nach Mailand

  • 29.06.2026
  • International
Studierende mit Thomas Schmiedinger auf der AI Week in Mailand.
© FH Kufstein Tirol

Studierende des Masterstudiengangs Smart Products & AI-driven Development auf der AI Week in Mailand.

Mitte Mai 2026 reisten Studierende des Studiengangs Smart Products & AI-Driven Development nach Mailand, um an der AI Week in der italienischen Metropole teilzunehmen. Im Gepäck: Neugier auf KI-Trends, Agenten-Ansätze und Innovationen zwischen Technologie und Geschichte.

Vom 18. bis 22. Mai 2026 reisten Studierende des Masterstudiengangs Smart Products & AI-Driven Development der FH Kufstein Tirol mit stellvertretender Studiengangsleiter, Prof. (FH) Dipl.-Ing. Thomas Schmiedinger, PhD, nach Mailand. Im Mittelpunkt stand die internationale Konferenz AI Week, die einen vielschichtigen Einblick in Gegenwart und Zukunft der Künstlichen Intelligenz bot: von kritischer Reflexion über Big-Model-Ökosysteme bis hin zu neuen kreativen Arbeitsformen wie Vibe Coding.

„Eine gelungene Reise, die bestehendes Wissen mit Innovationen verbindet – inspiriert von Leonardo da Vinci und angetrieben von aktuellen KI-Impulsen“, resümiert Thomas Schmiedinger. Leonardo da Vinci, Mailands wohl berühmtester Universalgelehrter, verstand Kunst und Wissenschaft als untrennbar. Diese Erkenntnis gewann vor Ort eine neue Bedeutung: Denn auch die Studierenden erlebten zwischen historischer Inspiration und technologischem Fortschritt, wie sehr sich beides gegenseitig beflügelt.

In der Balance zwischen Anspruch und Leichtigkeit verbrachte die Gruppe fünf Tage ganz nach dem Motto La Dolce Vita.

Zwischen Reflexion und Fortschritt: Was die AI Week bewegte

Im Zentrum der Konferenz stand nicht nur technische Innovation, sondern auch kritische Auseinandersetzung. So hinterfragte Karen Ho, Autorin von Empire of AI, die wachsende Abhängigkeit von großen KI-Modellanbietern: Welche Chancen eröffnet deren Geschwindigkeit – und welche Risiken bergen Lock-in-Effekte, proprietäre Schnittstellen und fehlende Transparenz? Ihre zentrale Botschaft: KI ist unverzichtbar geworden, doch wie wir als Gesellschaft mit dieser Macht umgehen, bleibt eine offene Frage.

Ebenso im Fokus standen multimodale Modelle, die visuelle und audio-basierte Daten zusammenführen. Mark Hamilton präsentierte kreative Ansätze zur Verknüpfung unterschiedlicher Modalitäten – mit einer ungewöhnlichen Anwendung: der Entschlüsselung der Sprache von Delfinen. Einen Kontrapunkt zur Kreativität setzte Shaden Alshammari vom MIT mit einem morphologischen Kasten für ML-Algorithmen, der half, komplexe KI-Landschaften methodisch zu durchdringen – von Inputs über Lernparadigmen bis hin zu Ressourcen.

Agenten, Vibe Coding und der Transfer in die Lehre

Besonders präsent waren autonome und kooperierende Agenten, die Aufgaben orchestrieren, Tools einbinden und dabei Sicherheitsmechanismen respektieren. Parallel dazu gewann Vibe Coding an Bedeutung – ein Ansatz, der schnelle, intuitive Prototypen ermöglicht und gerade in der Lehre frische Impulse setzen kann. Michele Catasta von Replit zeigte eindrucksvoll, wie sich diese Methode in Projekten entfalten lässt. Der Studiengang hat bereits begonnen, die gewonnenen Erkenntnisse in konkrete Diskussions- und Praxisformate zu übersetzen, um sie direkt in Lehrveranstaltungen und Projektarbeit einfließen zu lassen.

Mailand selbst erwies sich dabei als mehr als bloße Kulisse. Die Stadt, in der Renaissance und Moderne architektonisch wie kulturell ineinandergreifen, bot den idealen Rahmen für diese Reise. Zwischen den Spuren Leonardo da Vincis und den Bühnen aktueller KI-Forschung entstand ein Dialog, der historisches Wissen und technologische Zukunft auf inspirierende Weise verband. Abgerundet wurde das Programm durch intensives Networking mit internationalen Expertinnen und Experten – ein Austausch, der weit über die Konferenz hinauswirken wird.

 

Links: