RESILIENTER TOURISMUS – REGIONEN & DESTINATIONEN STÄRKEN!
Von 13:00
Bis 18:30
Uhr
FH Kufstein Tirol, FEstsaal
Mi.
21
Okt.
Von 13:00 Bis 18:30 Uhr
Einladung
Wir laden Sie herzlich zum Abschluss-Kongress des INTERREG-Projekts Resilienter Tourismus ein. Seien Sie dabei, wenn Expert:innen aus Wissenschaft und Praxis die Bedeutung von Resilienz für Tourismusdestinationen herausarbeiten und konkrete Impulse für die Zukunft geben. Egal, ob Klimaanpassung oder Vermarktung – ein Aufruf zu Kooperation und Kollaboration auf Destinationsebene ist der Tenor unserer Vorträge.
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Die Teilnahme ist dank der Förderung durch INTERREG Bayern-Österreich kostenfrei.
Programm
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Einlass
13:00 Uhr Registierung im Foyer
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Begrüßung
13:30 Uhr Prof. (FH) DDr. Mario Situm,
Prof. (FH) PD Dr. Mario Döller,
Barbara Schwaighofer
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Impuls
13:40 Uhr Univ.-Prof. Dr. Gottfried Tappeiner
Resilienz zwischen Naturraum, Technik und Gesellschaft
Angesichts der Verfehlung des 1,5°C-Ziels wird Nachhaltigkeit zunehmend anspruchsvoller und die Resilienz von Destinationen gewinnt an Bedeutung, denn der Naturraum ist die essenzielle Grundlage des Tourismus im Alpenraum. Gleichzeitig stellen die technischen Entwicklungen bei Mobilität und Energie große infrastrukturelle Herausforderung dar. Darüber hinaus stellt sich immer mehr die Frage, wie der Tourismus weiterhin gesellschaftliche Akzeptanz findet. Prof. Gottfried Tappeiner spannt den Bogen über die drei zentralen Dimensionen der Resilienz im Tourismus.
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Keynote
14:00 Uhr Ass.-Prof. Dr. Robert Steiger
KLIMAWANDEL – TOURISMUS ALS OPFER ODER AGENT OF CHANGE?
Klimawandel fordert den Tourismus doppelt heraus: Destinationen müssen sich an veränderte Umweltbedingungen anpassen und zugleich ihren Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasemissionen leisten. Robert Steiger beleuchtet in seinem Vortrag, was dies für Resilienz, Marktstrategien und insbesondere den Wintersporttourismus bedeutet – und fragt, ob der Tourismus vom Betroffenen zum aktiven „Agent of Change“ werden kann.
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Kurzvortrag
14:35 Uhr Univ.-Prof. Dr. Ulrike Pröbstl-Haider
RESILIENZ UND TRANSFORMATION IM TOURISMUS – GEGENSATZ ODER GEMEINSAME STRATEGIE?
Resilienz im Tourismus wird als der Erfolgsfaktor für eine touristische Entwicklung angesehen: eine stabile regionale Wertschöpfung, ein stabiles diverses Angebot und die Beachtung ökologischer und sozialer Verantwortung im Sinne der Nachhaltigkeit prägen diese Sichtweise. Aber passt dieses Modell auch noch dann, wenn die globale Erwärmung, der soziodemographische Wandel im ländlichen Raum oder die lokale gesellschaftliche Akzeptanz offensichtlich Veränderungen im Tourismus erfordern?
Destinationen stehen heutzutage vielfach vor der Aufgabe sich neu zu erfinden. Neben dem Destinationsmanagement, den Gästen und Betrieben kommt in diesem Zusammenhang auch der einheimischen Bevölkerung eine besondere Rolle zu, denn die Transformation beeinflusst ganz wesentlich die Lebensqualität und die Zukunftsperspektiven der Region. Dies erfordert einen neuen Blick auf Resilienz und eine erfolgreiche touristische Planung.
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Pause
15:00 Uhr Austausch bei Getränken & Süßgebäck
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Keynote
15:45 Uhr Mag. Andreas Reiter
DIE NEUE SUPERKRAFT DES REISENS – WIE EIN REGENERATIVER TOURISMUS GÄSTE UND REGIONEN STÄRKT
In Zeiten geopolitischer, ökonomischer und klimatischer Umbrüche wird Resilienz zu einem zentralen Leitwert - für Destinationen ebenso wie für Gäste und Einheimische. Andreas Reiter zeigt, wie ein zukunftsrobuster Tourismus aussehen kann: klimaadaptiv, wirkungsorientiert und regenerativ - über klassische Nachhaltigkeit hinaus.
Resilienz ist dabei nicht allein Aufgabe touristischer Akteure. Auch Gäste suchen in fragilen Zeiten verstärkt nach Reisen und Angeboten, die sie stärken, die Orientierung geben und ihnen helfen, wieder in Balance mit sich selbst, mit anderen und der Umwelt zu kommen. Resilienter Tourismus entsteht in tragfähigen Beziehungssystemen, er verbindet – über kuratierte Erlebnisse – Gäste, Gastgeber, Einheimische und die Region.
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Kurzvortrag
16:20 Uhr Dr. Andrea Möller
DMO 5.0 – VON DER DESTINATIONSVERANTWORTUNG HIN ZUR NAVIGATION DER ZUKUNFT
Mit DMO 4.0 stand die Destinationsverantwortung im Fokus: nicht als Anspruch, dass DMOs „alles“ im Lebensraum managen, sondern als aktive Netzwerkrolle, die eine Balance der Interessen von Gästen, Betrieben, Beschäftigten, Bevölkerung, Politik und Verwaltung moderiert und den Beitrag des Tourismus zu Lebensqualität und Gemeinwohl stärkt. Weil Trends und Gegentrends gleichzeitig wirken, Krisen zum Dauerzustand werden, KI die Spielregeln verschiebt und Ressourcen knapper werden, ist eine neue Haltung nötig: Zukunft muss gemeinsam navigiert werden. DMO 5.0 ist daher keine zusätzliche Aufgabenstufe, sondern eine Navigationsfunktion, die Zukunftsfähigkeit organisiert, Prioritäten neu setzt und Effizienzgewinne freisetzt für menschen- und beziehungsorientierte Aufgaben wie Strategie, Narrative, Markenführung, Netzwerkmanagement und Stakeholderkommunikation. Zukunftsfähige Geschäftsmodelle, ein regeneratives und resonantes Tourismusnarrativ und die KI-getriebene Transformation sind zentrale Bausteine der Resilienz von Destinationen und Betrieben.
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Podiumsdiskussion
16:45 Uhr Larissa Schütz
Die moderierte Podiumsdiskussion liefert den Expert:innen eine Diskussionsplattform. Für Sie werden interessante Fragestellungen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Leisten Sie Ihren Beitrag zur Debatte mit Fragen aus dem Publikum!
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Get together
17:45 Uhr Gemeinsamer Ausklang mit Getränken & Catering
Speaker & Moderation
Univ.-Prof. i.R. Mag. Dr. Gottfried Tappeiner
Gottfried Tappeiner war Professor für Volkswirtschaft an der Universität Innsbruck. Gastdozenturen führten ihn nach Trier, Leipzig, Bozen und Évora. In der Regionalentwicklung ist er seit 1987 aktiv, insbesondere im Rahmen von LEADER‑Initiativen und bei der Entwicklung von Strategien für den Einsatz von Strukturfonds. Im Bereich der Nachhaltigkeit engagierte er sich an der Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt Bozen („Every Day for Future“) sowie am Klimaplan Bozen.
Prof. Tappeiner hat rund 70 Publikationen veröffentlicht. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Bildungsökonomik, Regionalökonomik, Innovations- und Produktivitätsforschung, Sportökonomik sowie in nachhaltiger Mobilität und der Akzeptanz von CO2-Steuern.
Ass.-Prof. Dr. Robert Steiger
Robert Steiger ist Volkswirt, Geograph und Tourismusforscher an der Universität Innsbruck und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Wechselwirkungen zwischen Klimawandel und Tourismus. Seine Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem auf Klimawandelanpassung, Resilienz von Destinationen sowie den Zukunftsperspektiven des alpinen Winter- und Skitourismus. Er hat inzwischen über 100 wissenschaftliche Beiträge veröffentlicht und legt zugleich großen Wert darauf, wissenschaftliche Erkenntnisse in die Praxis zu tragen – etwa durch Fachvorträge, den Austausch mit Tourismusakteuren und praxisorientierte Projekte.
Univ.-Prof. i.R. Dipl. Ing. Dr. Ulrike Pröbstl-Haider
Ulrike Pröbstl-Haider war von 2003 - 2025 Professorin für Landschaftsentwicklung, Erholung und Tourismus an der Universität für Bodenkultur in Wien. Nach dem Studium der Landschaftsplanung in an der TU München-Weihenstephan, Promotion an der Ludwig-Maximilian Universität München 1988 und Habilitation an der TU München 2000 sowie der Leitung der Arbeitsgruppe für Landnutzungsplanung seit 1988 in Oberbayern erfolgte die Berufung nach Wien. Zu ihren aktuellen Forschungsthemen gehören neben dem ländlichen und nachhaltigen Tourismus auch die Klimawandelanpassung, die Erholungsplanung sowie naturschutzfachliche Planungs- und Prüfinstrumente.
Mag. Andreas Reiter
Andreas Reiter, geboren in Innsbruck, gründete Ende 1996 das ZTB Zukunftsbüro in Wien. Mit diesem berät er seitdem Destinationen, Organisationen, Verbände und öffentliche Institutionen im (vorwiegend) deutschsprachigen Raum in strategischen Zukunftsfragen und transformativer Resilienz.
Andreas Reiter ist international gefragter Keynote-Speaker. Er sitzt in Advisory Boards von Stadtmarketing-Organisationen und DMO's und ist Mitglied von Fachkommissionen, z.B. des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen.
Dr. Andrea Möller
Andrea Möller, Senior Consultant bei der dwif-Consulting GmbH, hat mehr als 30 Jahre Beratungs- und Forschungserfahrung im Destinationsmanagement, deutschlandweit und grenzüberschreitend. Als ausgebildete Geografin und Wirtschaftswissenschaftlerin befasst sie sich mit vielen Querschnitts- und strategischen Zukunftsthemen, wie der Weiterentwicklung von DMO, Fragen der Klimaanpassung, nachhaltiger Mobilität, Gästelenkung und Barrierefreiheit von Destinationen sowie Transformationsaufgaben angesichts der Disruption durch künstliche Intelligenz und dem gesellschaftlichen Wertewandel. Sowohl in Forschungsprojekten, z.B. für das Bayerische Zentrum für Tourismus oder das Bundesamt für Naturschutz, aber auch in der konkreten Destinationsberatung sind es vor allem die konkreten Handlungsableitungen für die Branche, die Andrea Möller am meisten interessieren.
Larissa Schütz
Larissa Schütz ist Moderatorin, Journalistin und professionelle Fragestellerin. Ob auf Bühnen, im Radio oder in Podcasts: Sie interessiert sich für Menschen, Perspektiven und die Gedanken hinter den Schlagworten. Die Gewinnerin des Bayerischen Radiopreises versteht es, komplexe Themen verständlich einzuordnen und Gespräche so zu führen, dass aus Fachwissen echte Erkenntnis wird.
Anreise
Die Veranstaltung wird als Green Event Tirol ausgezeichnet. Im Sinne der Nachhaltigkeit freuen wir uns über Ihre Unterstützung und bitten um eine umweltfreundliche Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.
Tipps und Informationen erhalten Sie über unsere Seite Anfahrt. Der Bahnhof Kufstein befindet sich in einer Distanz von 5-10 Gehminuten und ist barrierefrei erreichbar.
Auch alle relevanten Veranstaltungsbereiche sind barrierefrei zu erreichen.
Kontakt
Bei Fragen zur Veranstaltung steht Ihnen unser Organisationsteam gerne zur Verfügung. Sie erreichen uns unter resilienter-tourismus@fh-kufstein.ac.at.