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Kultur im Fokus: 3. EMY-Projekttreffen in Montebelluna

  • 18.03.2026
  • Forschung
Mitglieder des Forschungsprojekts vor einem Museumseingang in Montebelluna.
© Anna Battistella (EMY Projekt)

Die Projektpartner:innen der Gemeinden Maniago und Montebelluna, der Fondazione Università Ca’ Foscari sowie der FH Kufstein Tirol (Prof.in (FH) Dr.in Verena Teissl, 1. Person von rechts, Sofie Schaffner, MA, 6. Person von rechts und Emily Kirchlechner, MA, 7. Person von rechts) vor dem Naturhistorisch-Archäologischen Museum in Montebelluna.

Im Februar standen beim dritten EMY-Projekttreffen neue Perspektiven und Fortschritte für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Fokus. Geplant wurde ein Sommerangebot 2026 für italienische Schüler:innen, das sowohl Partnermuseen in Italien als auch Tiroler Museen einbezieht.

Nach zwei erfolgreichen Projektmeetings in Maniago und Innsbruck trafen sich die Partner:innen des Interreg‑Projekts EMY (ITAT‑46‑013) Mitte Februar 2026 in Montebelluna zu ihrem dritten Austausch. 

EMY bringt Akteur:innen aus den italienischen Regionen Venezien, Friaul‑Julisch Venetien und Tirol zusammen, um kulturelle Ressourcen im grenzüberschreitenden Raum zu stärken, Museen zu Erlebnisorten für junge Menschen der Generation Z zu transformieren und nachhaltige Strategien für Kulturtourismus zu entwickeln. Im Projekt arbeiten neben der FH Kufstein Tirol die italienischen Gemeinden Maniago und Montebelluna sowie das Forschungszentrum aiku – Arte Impresa Cultura der Fondazione Università Ca’ Foscari Venedig eng zusammen.

Interaktive Vermittlung und regionale Erinnerungskultur

In einem intensiven Vormittag wurden die Fortschritte der einzelnen Work Packages (WP1–WP4) vorgestellt, diskutiert und nächste Schritte abgestimmt. So intensiviert sich die Planung der sogenannten Cross Border Learning Experience, einer grenzüberschreitenden Lernerfahrung für italienische Schüler:innen, die im Sommer 2026 nicht nur die italienischen Partnermuseen sondern auch das Tiroler Volkskunstmuseum und das Ötztaler Heimatmuseum aktiv erkunden sollen. Diese Unternehmung stellt durch die Integration von Creative Tourism und den Interessen der jungen Generation das experimentelle Herzstück von EMY dar. 

Am Nachmittag erkundeten die Projektmitglieder verschiedene Museen in Montebelluna. Im Naturhistorisch-Archäologischen Museum erhielten die Teilnehmenden eine Führung durch die Dauerausstellung sowie durch die Sonderausstellung Soundiversity. The voice of biodiversity. Das Museum zeichnet sich durch eine besonders anschauliche und interaktive Gestaltung aus und richtet sich mit spielerischen Vermittlungsformaten gezielt an Kinder und Jugendliche, um sie bereits in jungen Jahren zu Themen rund um Natur und Archäologie heranzuführen. 

Anschließend wurde das MeVe (Veneto Great War Memorial) besucht, wo die Ausstellung Comunicare in guerra (DE: Kommunikation im Krieg) eindrucksvoll vermittelte, welche vielfältigen Rollen Kommunikation und die entstehenden Technologien insbesondere im Ersten Weltkrieg spielte. Anhand vielfältiger Exponate wurde deutlich, wie Codes, Propaganda und persönliche Nachrichten den Kriegsalltag prägten. Der Erste Weltkrieg ist in der Region von besonderer Bedeutung, da sich in der Nähe von Montebelluna eine strategische Frontlinie befand und die Ereignisse bis heute im kollektiven Gedächtnis der Bevölkerung verankert sind.

Blick in die Zukunft

Als nächster Schritt im EMY-Projekt stehen praxisorientierte Workshops auf dem Programm, die Fachwissen vermitteln und den Austausch zwischen Museen, Unternehmen und jungen Generationen fördern.

Die Workshops finden am 16. und 17. April 2026 im Coworking Space Das Wundervoll in Innsbruck statt. Die Teile eins und zwei vermitteln fundiertes Wissen über die Generation Z und zeigen zeitgemäße Kommunikationswege für Museen mit ebenjener Generation auf. Das dritte Modul widmet sich dem Aufbau von Bildungs- und Kulturallianzen zwischen Museen, Unternehmen und jungen Generationen. Diese Workshops richten sich an Führungskräfte und Fachpersonal aus dem Kultur- und Museumsbereich, darunter Museumspädagog:innen, Museumsbetreiber:innen sowie Marketing- und Kommunikationsverantwortliche, sowie an Unternehmen und Unternehmer:innen, die an einer Zusammenarbeit mit Museen interessiert sind.

Das Angebot ist aufgrund der Förderung durch Interreg Italien-Österreich für die Teilnehmenden kostenfrei. Interessierte können sich über folgenden Link anmelden und bei Rückfragen per E-Mail melden. 

 

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