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Studierende analysieren Bedarf für Sporthalle in Kufstein

  • 29.09.2025
  • Praxisprojekt
Fünf junge Erwachsene stehen lächelnd auf einer Wiese am Campus Kufstein. Im Hintergrund sind Kinder auf Hüpfburgen und Kettcars zu sehen, was auf ein Sommerfest oder Event hinweist.
© Sophie Thurnher

Das Praxisprojekt-Team führte Umfragen in Kufstein durch, um die Meinung der Bürgerinnen und Bürger zum Bedarf einer neuen Sporthalle einzuholen.

Die Frage nach einer neuen Sporthalle geht weiter: Studierende der FH Kufstein Tirol analysierten bis Juli 2025 Umfrageergebnisse, um den Bedarf im Raum Kufstein festzustellen. 198 vollständige Umfrageantworten und fünf Fokusgruppen lieferten wertvolle und fundierte Erkenntnisse.

Die Region Kufstein steht vor der Herausforderung, den wachsenden Bedarf an modernen Sporteinrichtungen zu decken. Bestehende Hallen sind häufig überlastet, Umkleiden und Lagerflächen knapp, und spezialisierte Sportstätten fehlen.

Ein Team von Studierenden des berufsbegleitenden Masterstudiengangs Sport-, Kultur- & Veranstaltungsmanagement führte daher bis Juli 2025 eine vertiefte Bedarfsanalyse durch. Sie werteten 198 vollständige Fragebögen aus und organisierten fünf Fokusgruppen, um die Wünsche, Prioritäten und Nutzungsvorstellungen der Bevölkerung im Raum Kufstein zu erfassen.

Lara Singer, Philipp Mayer, Fabia Trinkl, Sarah Hofstätter und Sophie Thurnher arbeiteten dabei unter der Leitung von Prof. (FH) Dr. Claudia Stura im Auftrag der Sportunion Kufstein. Die Untersuchung kombinierte quantitative Online-Befragungen mit qualitativen Gruppendiskussionen, sodass sowohl Zahlen als auch persönliche Einschätzungen berücksichtigt werden konnten.

Die Umfragen und Interviews, die als Grundlage dienten, waren zuvor von einer anderen Gruppe Studierender in einem früheren Praxisprojekt erarbeitet worden.

Zwei Methoden, ein Ziel: Eine verlässliche Entscheidungsgrundlage

Zwischen April und Juni 2025 setzten die Studierenden zwei Methoden ein, um den Bedarf an einer neuen Sporthalle zu erfassen: eine Online-Umfrage und fünf Fokusgruppendiskussionen mit Vertreter:innen verschiedener Sportvereine, Funktionen und Altersgruppen.

Die Online-Umfrage startete am 10. April 2025 und erreichte die Zielgruppe über Plakate, E-Mails, Social Media und Vor-Ort-Befragungen beim Koasa-Meeting im Grenzlandstadion. Von 377 Rückmeldungen waren 198 vollständig; 179 Teilnehmende brachen vorzeitig ab, teils weil sie minderjährig waren. Alle Daten wurden anonymisiert erfasst.

Mit Hilfe der Fokusgruppen vertieften die Studierenden die gewonnenen Zahlen und moderierten die Fokusgruppen in den Räumlichkeiten der FH Kufstein Tirol und dokumentierten die lebhaften Diskussionen. Die Studierenden werteten die Fokusgruppen mit MAXQDA aus, einer Software, die qualitative Daten wie Interviews oder Gruppendiskussionen systematisch analysiert und Muster, Themen und Zusammenhänge sichtbar macht. Sie lieferten wertvolle Einblicke in Bedürfnisse, Erwartungen und Herausforderungen. Anschließend bereiteten die Studierenden das Material auf und analysierten es, um die Umfrageergebnisse zu ergänzen.

Projektverlauf und Herausforderungen

Die Studierenden warben für die Online-Umfrage auf vielfältige Weise. Sie hängten Plakate in Sportvereinen und Bildungseinrichtungen im Raum Kufstein auf, verschickten E-Mails an die Vereine und nutzten Social Media sowie WhatsApp-Gruppen. Ergänzend führten sie bei einer Leichtathletikveranstaltung vor Ort weitere Befragungen durch. Gegen Ende der Laufzeit gestaltete sich die Gewinnung von Teilnehmer:innen schwieriger, was angesichts der begrenzten Zeit im Semester eine besondere Herausforderung darstellte.

Die ursprünglich geplante Schließung der Umfrage am 30. Mai 2025 wurde daher bis Ende Juni verlängert. Von den angestrebten 200 vollständigen Antworten konnten 198 erzielt werden, ein Ergebnis, das als sehr solide bewertet wird. Die Auswertung der Daten befindet sich weiterhin in der abschließenden Phase. Auch bei den Fokusgruppen zeigte sich, dass die Organisation und Einladung der Teilnehmer:innen sorgfältige Planung erforderte. 

Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass in Kufstein ein Bedarf für eine neue Sporthalle besteht. Das Team freut sich darauf, das Projekt bald abzuschließen und den Gemeinden ein verlässliches, praxisnahes Ergebnis zu übergeben, das die Umsetzung des Vorhabens aktiv unterstützt.